Klaus Krohme referiert zum Thema naturnahe Gärten

Zehn Tipps für heimisches Grün

Ladbergen

Anne Reinker

Klaus Krohme (2. von rechts) kam auf Einladung der Grünen, hier mit Meike Steube-Niemeyer, Jörg Berlemann und Karin Rahmeier (von links) in das Rathaus. Foto: Anne Reinker

Krohme, Leiter des Kreislehrgartens in Steinfurt sowie vielen sicherlich als Experte aus der WDR-Lokalzeit bekannt, brachte zehn Tipps für einen naturnahen Garten mit wenig Arbeitsaufwand mit. „Es wird für Sie sicherlich einige einzelne Bausteine geben, denen Sie folgen können“, meinte Klaus Krohme, dass für jeden Besucher zumindest ein Teil der Tipps umsetzbar sei.

Klaus Krohme

Einer von ihnen: „Wichtig ist, dass sie einen strukturreichen Garten gestalten“, erklärte der Fachmann. „Das ist spannender für Sie und die Pflanzenwelt.“ Dazu gehören etwa Hochbeete mit Natursteinmauern. Ein Garten müsse sich dafür nicht über eine große Fläche erstrecken.

Und es gelte auch: „Der teilweise übertriebene Ordnungssinn ist für viele tierische Mitbewohner nicht so toll“, sagte Klaus Krohme. So tue es den Stauden etwa gut, erst zum kommenden Frühjahr zurückgeschnitten zu werden. Die Beete sollten artenreich angelegt werden, erläuterte er im weiteren.

Artenreiche Beete

Ein ganz wichtiger Punkt ist, den Boden nicht zu versiegeln. Gehwege etwa ließen sich auch mit Split, Sand oder Rindenmulch gestalten. „Legen Sie dann aber keine Folie oder Vlies darunter“, riet Krohme. Vor allem der Sand hat noch den weiteren Vorteil, dass sich in ihm die Wildbienen einnisten können.

Die Pflanzenwelt im Garten müsse biologisch geschützt werden, heißt es in einem Tipp. „Ich habe nichts gegen einen schön gestalteten Kiesgarten. Man darf aber dabei die Pflanzen nicht vergessen“, sagte der Gärtnermeister. Für die immer häufiger zu sehenden Schottervorgärten hat er nichts über, sind sie doch auch langfristig aufwändiger zu pflegen als ein bunt blühendes Beet mit der richtigen Pflanzenauswahl.

Während sich Wände hervorragend mit Wildclematis oder Hopfen begrünen ließen, setzt Krohme für ein insektenfreundliches Äußeres auch auf heimische Wildgehölze. Von diesen – unter anderem Kornelkrische, Schlehe oder Beerenstäuchern – könne dann auch noch mit der Verarbeitung zu Brotaufstrichen profitiert werden.

Insgesamt wichtig bei der Anlage eines Gartens ist das Bevorzugen von heimischen Pflanzen. Denn von beispielsweise vielen asiatischen Pflanzen habe die heimische Tierwelt nicht viel. Aber auch bei den regionalen Blumen gibt es einiges zu beachten, können die Insekten doch offene Blüten besser erreichen. Das betrifft unter anderem Rosen- oder Hortensiensorten.

Während des rund einstündigen Vortrages gab Klaus Krohme noch Ratschläge zu den Blumenwiesen. Saatgut, aber natürlich auch viele weitere Tipps, können sich die Hobbygärtner kostenlos im Kreislehrgarten abholen.

Etliche Fragen, hauptsächlich zur umweltfreundlichen Bekämpfung von Unkräutern und Schädlingen, hatte der Experte im Anschluss zu beantworten.

Die Organisatoren des Abends luden zum nächsten Informationsabend ein. Dieser findet bereits am kommenden Montag statt, dann mit einem Waldzustandsbericht um 19 Uhr bei Buddemeier. „Das wird sehr spannend sein“, versprach Karin Rahmeier.

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