Nach dem Starkregen

Aufräumarbeiten dauern an - Bürgermeister bittet um Unterstützung

Laer

Die Folgen des Starkregens von Fronleichnam dürften die Betroffenen in beiden Ortsteilen noch lange beschäftigen. Neben den Aufräumarbeiten gilt es für die Gemeindeverwaltung, den Geschädigten zu helfen. Am Montag gab es eine interne Krisensitzung in der Gemeindeverwaltung.

Von Sabine Niestert

So sah es am Fronleichnamsabend in vielen Bereichen der Gemeinde Laer aus. Über die Schäden, die das Unwetter und seine Folgen angerichtet haben, lässt sich zurzeit noch nicht viel sagen. Foto:

Die Beseitigung der immensen Schäden, die der Starkregen und seine Folgen am Fronleichnamsabend in Laer und Holthausen angerichtet haben (wir berichteten), werden die Betroffenen und die Gemeindeverwaltung noch Wochen beschäftigen. Immerhin waren an die 200 Haushalte von Überschwemmungen in Kellern und Häusern betroffen. Nicht zu vergessen die zahlreichen Straßenzüge, Gärten und Garagen, die die Wassermassen geflutet haben.

„Wir sind dabei, uns einen Überblick zu verschaffen und alle Schadensfälle aufzunehmen“, berichtet Bürgermeister Manfred Kluthe am Montagvormittag im Gespräch mit dieser Zeitung von einer internen Krisensitzung der Verwaltung. Schließlich seien sehr viele ganz verschiedene Kräfte vor Ort gewesen. Glücklich zeigt Kluthe sich darüber, dass im Ewaldi­dorf kein Menschenleben zu beklagen ist. Wer die Wassermassen gesehen hat, die am Abend des Feiertags über beide Ortsteile hereingebrochen sind, kann die Erleichterung des Gemeindechefs verstehen. Schließlich kamen die Fluten so schnell und heftig, dass die Betroffenen machtlos dagegen waren.

„Am Samstag haben wir beschädigte Straßen verfüllt und Pumpen verteilt“, berichtet der Bürgermeister über den Einsatz des Bauhofs und seiner Helfer am Wochenende. Neben den Aufräumarbeiten gehe es darum, weitere Notunterkünfte für die Geschädigten, deren Häuser nicht mehr bewohnbar sind, möglicherweise in Ferienwohnungen bereitzustellen.

Das Wasser, das von den überschwemmten Feldern auf die Straßen und in den Ewaldibach gelaufen ist, hat viel Unrat, Grünzeug sowie Lehm mit sich gebracht, und die überfluteten  Häuser und Keller mit einer braunen Brühe überzogen. Sie zu beseitigen, ist sehr mühsam und kostet deswegen viel Arbeit und Schweiß.

„Wir müssen auch mit den Versorgungsunternehmen sprechen und analysieren, was noch zu tun ist“, erklärt der Bürgermeister, der natürlich auch mit den Geschädigten in Kontakt bleiben will. Möglicherweise sollen diese zu einer Anhörung eingeladen werden, um zu klären, welche Unterstützung sie benötigen. Dabei hofft der Verwaltungschef auch auf die Hilfe des Landes, der Bezirksregierung Münster und des Kreises Steinfurt. In ersten Gesprächen mit Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Landrat Dr. Martin Sommer, hat der Bürgermeister ihnen die aktuelle Lage in Laer und Holthausen geschildert.

Zudem denkt Manfred Kluthe darüber nach, wie die Gemeinde den direkten Anwohnern des Ewaldi­bachs und des Ewaldigrunds, die besonders von den Folgen des Starkregens betroffen waren, helfen kann.

Während die Auswirkungen des „Jahrhundert-Schadensereignisses“ die Menschen noch lange beschäftigen dürfte, ist zurzeit wenigstens an der „Corona-Front“ eine erfreuliche Ruhe eingekehrt. Laut Statistik des Kreises Steinfurt gibt es momentan vor Ort keine Infizierten mehr. Eine gute Entwicklung, die nicht nur den Bürgermeister und die Mitarbeiter Ordnungsamtes freuen dürfte. Vereint hoffen alle, dass es auch weiterhin so bleibt.

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