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Nico Schültingkemper vom Arbeitskreis „Sicherer Schulweg“ stellt Ergebnisse im Ausschuss aus

Befragung bringt viele Erkenntnisse

Laer

Interessante Schlüsse lassen die Ergebnisse der Elternbefragung zu, die der Arbeitskreis „Sicherer Schulweg“ initiiert hat. Im jüngsten Schulausschuss stellte Nico Schültingkemper seine Auswertung vor, die in ein noch zu erstellendes Konzept einfließen sollen. Darin wird auch die Barrierefreiheit im Gemeindegebiet eine Rolle spielen, die die Seniorenvertreter und der VdK-Sozialverband schon seit langem fordern.

Von Sabine Niestert

Die Mitglieder des Arbeitskreis „Sicherer Schulweg“ ziehen alle an einem Strang. Elke Hemling (r.) leitet die Gruppierung, die die Elternbefragung initiiert hat. Deren Auswertung hat Nico Schültingkemper (2.v.r.) vorgenommen und die Ergebnisse im Schulausschuss vorgestellt. Foto: Foto: Nix

Noch mehr so engagierte Bürger wie Nico Schültingkemper und die Gemeindeverwaltung hätte erheblich weniger zu tun. So setzt sich der dreifache Familienvater schon seit Langem für einen sicheren Schulweg im Ewaldidorf ein. Im Ausschuss für Schule, Bildung und Sport stellte der 48-Jährige, der selbst die Laerer Grundschule besucht hat, „damals wurde keiner mit dem Auto dorthin gebracht“, die vorläufige Auswertung einer Elternbefragung vor, in die auch die Kinder involviert waren. Diese hat der neu gegründete Arbeitskreis „Sicherer Schulweg“ initiiert, der sich für eine Optimierung des Schulwegs für den Nachwuchs einsetzt und dabei auch die Kindergartenkinder im Blick hat.

„Aus den Ergebnissen lassen sich zahlreiche Schlüsse ziehen“, meinte der gelernte Geograf, der mit Excel-Tabellen gearbeitet hat und diese dem Fachgremium unter der Leitung von Elke Hemling (Grüne) während seiner jüngsten Sitzung präsentierte. Die Ausschuss-Vorsitzende leitet auch den Arbeitskreis „Sicherer Schulweg“. Dabei handelt es sich um eine Untergruppe des Schulausschusses. Froh einen solch engagierten Mitstreiter in ihren Reihen zu haben, zeigte sich nicht nur Bürgermeister Manfred Kluthe, sondern auch die übrigen Arbeitskreismitglieder. Deren langfristiges Ziel ist es, den gesamten Bereich rund um die Grundschule sicherer zu machen. Da sich dort neben der Schule gleich drei Kindergärten und zwei Sportstätten befinden, und viele Eltern ihre Kinder aus „Sicherheitsgründen“ mit dem Auto zur Schule oder zum Kindergarten fahren, ist das motorisierte Verkehrsaufkommen dort zu den morgendlichen und mittäglichen Stoßzeiten besonders hoch.

Ein Zustand, den die Initiatoren unbedingt ändern will. Dass daran auch den Eltern gelegen ist, hat die Befragung ergeben. Über die Rücklaufquote von mehr als 80 Prozent seitens der Schule und 50 Prozent bei den Kindergärten freute sich Nico Schültingkemper. Wie er ankündigte, werden die Ergebnisse demnächst auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht.

Die Eltern sollten mit ihren Kindern Schulwege in einen Plan einzeichnen und so auf die Probleme unterwegs hinweisen. Dabei zeigte sich, dass es sensible Bereiche gibt, wo ein erhöhter Handlungsbedarf besteht. Dazu gehört beispielsweise auch der Zebrastreifen an der Hohen Straße. Dort wünschten sich manche Eltern eine Fußgänger-Ampel. An schwierigen Querungen wäre der Einsatz von weiteren Schülerlotsen hilfreich. Zudem ist auch an die Wiederaufnahme der Elternhaltestellen gedacht, die dann regelmäßig jährlich wieder aktiviert und der Öffentlichkeit präsentiert werden müssten. „Die Kinder sollten in Gruppen zur Schule gehen, dann werden sie auch besser gesehen“, riet Schültingkemper. Zudem regte er an, die Markierungen für die Füße zu reaktivieren.

Wie der Redner weiter erklärte, wünschen sich die meisten Eltern einen festen Ansprechpartner in der Verwaltung wünschen, der sozusagen das „Gesicht“ für einen sicheren Schulweg ist. Bürgermeister Manfred Kluthe sagte zu, sich darum zu kümmern. Er machte deutlich, dass es bereits in der Vergangenheit immer wieder Maßnahmen gegeben habe, die den Schulweg sicherer machen sollten. Diese würden mit dem jetzigen Konzept festgeschrieben werden. In diesem spielt auch die von den Seniorenvertretern und vom VdK-Sozialverband geforderte Barrierefreiheit eine wichtige Rolle. Die dazu erarbeitete Liste soll priorisiert und nach und nach vom Bauhof abgearbeitet werden.

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