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Sozialausschuss diskutiert über Neuauflage der „Schwanentaufe“

Bessere Ausstattung fürs Dorfmarketing

Laer

In 2022 sollte es nach Meinung der FDP-Fraktion wieder ein Dorffest wie die „Schwanentaufe“ geben. Das wünschten sich die Freidemokraten in einem Antrag, mit dem sich der Sozialausschuss während seiner jüngsten Sitzung befasste. Dabei ging es um die Frage, wer die Fäden für so eine Großverhandlung in den Händen hält. Eigentlich wäre der Dorfmarketingverein dafür prädestiniert, doch der leidet unter Personalmangel.

Von Sabine Niestert

Wenn es um die Ausrichtung von Festen geht, sollte die Gemeinde künftig coronabedingt vorrangig die warme Jahreszeit nutzen. Das schlug Bürgermeister Manfred Kluthe vor dem Hintergrund der gerade wieder steigenden Infektionszahlen im Sozialausschuss vor. Das Fachgremium unter dem Vorsitz von Margarete Müller (CDU) musste sich während seiner jüngsten Sitzung mit einem Antrag der FDP-Fraktion befassen, die sich für das nächste Jahr ein Dorffest wie die „Schwanentaufe“ wünscht. Dieses sei in der Bevölkerung sehr gut angekommen und habe zur Lebendigkeit des Dorfes beigetragen, begründeten die Freidemokraten ihren Wunsch nach einer weiteren Auflage.

Eine gute Idee, befanden die Grünen, die SPD und die CDU. Diskutiert wurde allerdings über die Frage, wer als Veranstalter die Fäden in die Hand nehmen sollte. „Wir sehen diese Aufgabe nicht bei der Verwaltung, sondern beim Dorfmarketingverein“, betonte Sabine Schulte von der SPD. Schließlich dürfe man der Belegschaft nicht zu viel aufbürden.

Ähnlich sah das auch der Vorsitzende des Dorfmarketingvereins, Hans Wiens, der daran erinnerte, dass der Grundgedanke des Vereins bei seiner Gründung vor vielen Jahren gewesen sei, die Verwaltung zu entlasten. Er konnte sich auch gut vorstellen, dass ein Arbeitskreis mit den Planungen beginnt und der Dorfmarketingverein später einsteigt und sich einbringt, wenn es die personelle Lage wieder zulässt. Diese ist momentan recht angespannt. So hat der plötzliche Tod des bisherigen Geschäftsführers, Gerrit Thiemann, der über ein weit verzweigtes Netzwerk verfügt hat und dieses stets gut zu nutzen wusste, eine große Lücke gerissen. Zudem ist der Vorstand momentan dezimiert.

„Wir sollten den Dorfmarketingverein finanziell und personell besser ausstatten“, forderte Sabine Schulte. Dass es ohne Verstärkung nicht geht, machte auch Hans Wiens deutlich, der ab Ende des Jahres auf die Unterstützung des Verwaltungsmitarbeiters Daniel Matlik von der zuständigen Stabstelle verzichten muss, weil dieser seinen Arbeitsplatz wechselt.

„Bei uns ist alles ehrenamtlich“, gab Hans Wiens zu bedenken und wies auf das Beispiel des Stadtmarketingvereins „HorstmarErleben“ hin, der gerade eine neue Geschäftsführerin eingestellt hat, die für ihre Arbeit bezahlt wird.

„Wir sollten die Mitgliederversammlung des Dorfmarketingvereins abwarten und dann neu darüber nachdenken“, schlug Dr. Silke May-Landgrebe von den Grünen vor. Um sich keine Wege zu verbauen, könne man zunächst offen lassen, wann das Dorffest stattfinden soll, meinte auch CDU-Fraktionsvorsitzende Sybille Höner.

Daran, dass im nächsten Jahr schon das Partnerschaftstreffen mit Guénange und Badersleben im Ewaldi­dorf stattfindet, erinnerte Ausschussvorsitzende Müller, die sich in Holthausen für das Oktoberfest engagiert und daher weiß, wie viel Arbeit die Organisation und Durchführung von Großveranstaltungen macht.

Die Ausschussmitglieder einigten sich schließlich darauf, möglichst bald einen Arbeitskreis zu gründen, dem Akteure aus den Bereichen Ehrenamt, Bildungseinrichtungen, Kultur, Kirche und Vereinswesen angehören sollen. Dieser könnte dann eine Veranstaltungskonzeption erstellen und diese dem Sozialausschuss präsentieren.

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