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Spannende Exkursion mit Dr. Bernd Kroll

Den Singvögeln auf der Spur

Laer

Eine spannende vogelkundliche Wanderung mit dem Experten Dr. Bernd Kroll erlebten jetzt einige Interessierte auf Einladung des Heimatvereins Laer. Dabei begaben sich die Teilnehmenden auf den örtlichen Friedhof, der wegen seiner Pflanzen- und Artenvielfalt auch zahlreiche Vögel anzieht, und für die Besucherinnen und Besucher deswegen sehr ergiebig war. Nach dem Spaziergang gab es ein stärkendes Frühstück im Haus Rollier.

Exkursionsleiter Dr. Bernd Kroll (zweiter von links). Foto: Heimatverein Laer

„Sind alle Vögel schon da?“, lautete die zentrale Frage während der ersten vogelkundlichen Wanderung des Heimatvereins Laer in diesem Jahr. Die Initiatoren und die Teilnehmenden waren gleichermaßen gespannt, ob sie trotz der morgendlichen Kälte Vögel zu hören und zu sehen bekommen würden. Doch wie erhofft, erschallten tatsächlich die Gesänge der gefiederten Freunde an entsprechenden Stellen des Laerer Friedhofes, den Exkursionsleiter Dr. Bernd Kroll für diesen Spaziergang ausgesucht hatte.

Neben den auch im Winter ortsständigen Arten wie Rotkehlchen, Zaunkönig und Amsel war als einer der ersten zurückgekehrten Zugvögel der Gesang des Zilpzalps deutlich zu identifizieren. Aber auch Teilzieher, wie Heckenbraunelle und sogar Bluthänfling waren mehrfach anzutreffen, heißt es in einem Pressebericht der Veranstalter. „Auf Friedhöfen findet man unterschiedlichste Pflanzen auf einem übersichtlichen Areal verdichtet“, zitieren die Veranstalter den Experten, der erklärte, dass das häufig auch zu einer Verdichtung von Vogelarten führt. Deswegen habe man den Standort für die Exkursion bewusst gewählt, um den Teilnehmern weite Wege zu ersparen und trotzdem einen lehrreichen Spaziergang zu ermöglichen.

Dr. Kroll verstand es, der interessierten Zuhörerschaft anschaulich zu erklären, was anatomisch gesehen Singvögel von „Nicht“-Singvögeln unterscheidet, warum die Tiere überhaupt singen und welche Arten von Stimmlauten von den heimischen Singvögeln zu vernehmen sind. So wurde zum Beispiel durch mitgebrachte Lockpfeifen verdeutlicht, dass eine Amsel in ihrem Warnruf sehr wohl zwischen einem Boden- oder einem Luft-Feind zu unterscheiden weiß und dass auch andere Vogelarten diese Lautäußerungen deuten können. In dieser Art von „erlernter Arbeitsteilung“ profitieren viele Vogelarten, wenn die Amsel vor einer Katze oder einem Sperber warnt.

Während die Vogelfreunde draußen in der Kälte unterwegs waren, bereiteten Juliane und Franz Lengers im Haus Rollier, dem Domizil des Heimatvereins, das Frühstück für die große Runde zu. So hatte die Ankunft der teilweise durchgefrorenen Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die mit heiß dampfendem Kaffee und stärkenden belegten Brötchen begrüßt wurden, etwas von der Stimmung von „Heimkehr“.

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