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Kinder verschönern in einem Graffiti-Workshop den Flur des Jugendtreffs „Chillaer“

Ein lebendiges Farbenmeer

Laer

Wenn das Werk bis Freitag fertig werden soll, müssen sich zwölf Teilnehmer des Graffiti-Workshops „Gegen Lackdose-Intoleranz“ – dabei handelt es sich um ein Kulturrucksack-Projekt – sputen, doch die Verantwortlichen sind sicher, dass der Nachwuchs das schafft. Schließlich wird dieser vom Experten Jan Fietz vom Unternehmen „360Grad-Art“ begleitet. Er hilft dabei, den Flur im „Chillaer“ in ein Farbenmeer zu verwandeln.

Von Sabine Niestertund

Den Umgang mit der Spraydose beherrschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Graffiti-Workshops „Gegen Lackdose-Intoleranz“ am Mittwoch schon ganz gut. Dafür hat Graffiti-Künstler Jan Fietz gesorgt. Foto: Sabine Niestert Foto: Foto: Sabine Niestert

Der Umgang mit der Spraydose macht Spaß, ist aber gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint. Das haben die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Graffiti-Work­shops „Gegen Lackdose-Intoleranz“ ganz schnell erkannt. Seit Montag kommen sie täglich in den Jugendtreff „Chillaer“, um mit Graffiti-Künstler Jan Fietz vom Unternehmen „360Grad-Art“ aus Burgsteinfurt den Flur der Einrichtung neu zu gestalten.

Die Verschönerungskur hat sich Jugendtreffleiter Patrick Jensen gewünscht, der das Kulturrucksack-Projekt ebenfalls begleitet. Mit diesem sollen den Zehn- bis 14-jährigen die Herbstferien versüßt werden. Zwei Tage haben sie noch Zeit, die ehemals weißen Wände im Flur in ein buntes Farbenmeer mit selbst ausgewählten Motiven zu verwandeln.

Wer jetzt denkt, die kreativen Akteure haben einfach so drauf losgesprüht, der irrt sich gewaltig, schließlich soll das Werk gelingen und die Besucher des Hauses erfreuen. Deswegen haben sich die Mädchen und Jungen bereits am Freitag mit Jan Fietz zu einem Vortermin getroffen. Dabei hat der Experte dem Nachwuchs die Handhabe mit der Dose und einige Tricks gezeigt. Auf einer Leinwand konnten sie ihre ersten Spray-Versuche absolvieren. Zudem hat sich die Runde Gedanken über die Farbgebung gemacht und dabei an einen Sonnenuntergang gedacht, der von gelb über violett bis orange reicht. Die Kinder und Jugendlichen konnten sich dann ihre Motive selbst aussuchen, die sie auf den Wänden verewigen wollten. Zwei Mädchen haben sich beispielsweise für ein Faultier entschieden, weil man im Jugendtreff so gut „Chillen und Abhängen“ kann. Zudem zieren Süßigkeiten, Musikboxen und ein Breakdancer den Flur. Dabei ist eine bunte, vielfältige Welt zustande gekommen. Damit ein Gesamtbild entsteht, hat Jan Fietz den Rahmen vorgezeichnet. Er und Patrick Jensen sind zuversichtlich, dass die Teilnehmer ihr Kunstwerk bis Freitag – dann endet der Workshop – fertigstellen können.

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