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Jäger und Landwirte vereint im Einsatz

Fliegender Wildretter

Laer

Auch der Hegering Laer hat sich eine Drohne angeschafft. Diese kommt bereits bei der Wildrettung zum Einsatz. Was in der Vergangenheit in Gemeinschaftsarbeit zwischen Landwirten und Jägern sehr zeitaufwendig und mühsam durch Ablaufen der Flächen erfolgte, wird nun vom neuen Gerät unterstützt. Möglich gemacht wurde diese sinnvolle Anschaffung durch großzügige Spenden von verschiedenen Seiten.

Von und

Matthias Wernsmann von der Volksbank Ochtrup-Laer, Norbert Niehues vom Heimatverein Laer, Daniel Stegemann vom LOV Holthausen, Norbert Lengers vom LOV Laer, Dr. Gerhardus Kreyenborg und Manfred Theyssen vom Hegering Laer (v.l.)

Der Hegering Laer freut sich über die Anschaffung von neuem technischen Equipment: Eine Drohne. Sie wird künftig bei der Wildrettung zum Einsatz kommen. Im Kreise der Spender gab es nun die erste erfolgreiche Vorführung. Das geht aus einer Pressemitteilung des Hegerings Laer hervor.

Zum Hintergrund: Im Monat Mai erfolgt der erste Grasschnitt durch die Landwirte. Gleichzeitig beginnt die Setzzeit bei Rehwild, das den Schutz im Gras sucht. Auch Hasen und Bodenbrüter sind dort anzutreffen. Damit sich jegliche Wildarten weiterhin in geschützter Umgebung aufhalten können, werden die betroffenen Flächen vor dem Schnitt nach eben diesen abgesucht und umgesetzt.

„Was in der Vergangenheit in Gemeinschaftsarbeit zwischen Landwirten und Jägern sehr zeitaufwendig durch Ablaufen der Flächen erfolgte, soll künftig mittels Einsatz der Drohne unterstützt werden“, so die Beteiligten.

Die Drohne ist mit einer Sicht- und einer Wärmebildkamera ausgestattet. Letztere bildet das Herzstück. Hegeringleiter Manfred Theyssen erklärt, dass der günstigste Flugzeitpunkt somit früh morgens am Mähtag ist. Denn durch die Wärmebildkamera erscheinen die warmen Wildkörper wie hell leuchtende Flecken auf dem kühlen, dunkel dargestellten Bodenbewuchs.

Es sind also Frühaufsteher gefragt. Für die Hegeringmitglieder kein Problem, von denen einige den sogenannten Drohnen-Führerschein absolviert haben. „Damit leisten sie nicht nur ehrenamtlich einen Beitrag zur Wildrettung, sondern sorgen auch dafür, dass keine Botulismus-Gefahr über das geschnittene Gras durch möglicherweise verletzte oder getötete Tiere ausgeht. Eine einwandfreie Futterqualität ist somit gegeben“, heißt in der Presseverlautbarung weiter.

Möglich gemacht worden sei dieses Projekt durch die Spenden der Volksbank Ochtrup-Laer, dem Heimatverein Laer und den Landwirtschaftlichen Ortsvereinen Laer und Holthausen sowie des ortsansässigen Zahnarztes Dr. Kreyenborg, freuen sich die Jäger und die Landwirte. „In Verbindung mit den bereits im vergangenen Jahr bewilligten Bundesfördermitteln konnte nicht nur die Drohne, sondern auch weiteres Zubehör angeschafft werden. Dazu zählt unter anderem auch ein zweiter Monitor für die Flugüberwachung, Funkgeräte zur Abstimmung im Einsatz auf dem Feld und Ersatz-Akkus für längere Flugzeiten“, heißt es abschließend.

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