Streiter für Laer plötzlich verstorben

Gemeinde trauertum Gerrit Thiemann

Laer

„Danke für alles, lieber Herr Thiemann! Wir werden Sie niemals vergessen“, schreibt Bürgermeister Manfred Kluthe in einem Nachruf, der auf der Homepage der Gemeinde Laer zu lesen ist. Der plötzliche Tod des Zweiten Stellvertretenden Bürgermeisters und langjährigen Geschäftsführer des Dorfmarketingvereins hat die Bevölkerung sehr betroffen gemacht. Die Bürger haben ab Dienstag (1. Juni) um 15 Uhr die Gelegenheit, sich in ein Kondolenzbuch für Gerrit Thiemann einzutragen, das in der Pfarrkirche St. Bartholomäus ausliegt. Dort findet am Samstag (5. Juni) auch eine Gedenkmesse statt, die um 10 Uhr beginnt.

Gerrit Thiemann hat sich wie kein Zweiter für die Belange der Gemeinde Laer eingesetzt. Foto:

Trauer und Bestürzung sind groß.

Die Nachricht über den plötzlichen Tod von Gerrit Thiemann hat sich wie ein Lauffeuer nicht nur in der Gemeinde Laer, sondern auch im Kreis Steinfurt verbreitet. Am Samstagabend ist der 72-jährige, der wie kein Zweiter das Gesicht von Laer verkörpert hat, nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.

Keine Frage, dem langjährigen Geschäftsführer des Dorfmarketingvereins lag das Wohl der Gemeinde stets am Herzen. Für diese hat sich der Mann mit dem Schalk im Nacken, der immer gerne gefrotzelt, aber nie jemanden dabei beleidigt hat, auf zahlreichen Ebenen eingesetzt. Ob als stellvertretender Bürgermeister, als stellvertretender SPD-Ortsvereins- und stellvertretender Fraktionsvorsitzender oder Bildungsbeauftragter des SPD-Unterbezirks Steinfurt, der leidenschaftliche Genosse wird eine große Lücke hinterlassen.

Seine unkomplizierte, zupackende und optimistische Art wussten nicht nur die Parteikollegen, sondern auch die anderen Fraktionen im Gemeinderat, dem er seit 1986 angehörte, zu schätzen. Das gilt beispielsweise auch für die Gruppe „Laer verbindet Miteinander – Füreinander“ sowie den „Freundeskreis Guénange“, die sich immer auf ihren eifrigen Mitstreiter und Macher verlassen konnten.

Ob „Fest der Kulturen“ Partnerschaftstreffen oder andere Festivitäten und Aktivitäten, Gerrit Thiemann war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde und hat nie gefragt, was er dafür bekommt.

„Carpe diem“ („Nutze den Tag“) lautete das Motto des Streiters für Laer, dem es im Jahr 2012 sogar gelungen ist, das „Parkleuchten“ ins Ewaldi­dorf zu holen, was er dem damaligen Landrat Thomas Kubendorff „abgerungen“ hat. Ein unvergessliches Ereignis, das auch Gerrit Thiemann ein bisschen unsterblich macht.

Mit seiner Familie trauert die Bevölkerung in Laer und Holthausen. Seine letzte Ruhestätte findet der gelernte Kaufmann, der seit 42 Jahren in Laer gelebt hat, in der Familiengruft in Ahaus.

Eine Messe zum Gedenken an Gerrit Thiemann findet am kommenden Samstag (5. Juni) um 10 Uhr in der Bartholomäuskirche statt.

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