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„Vergissmeinnicht – Kinder in Not“ hat in diesem Jahr 32 000 Euro gespendet

Hilfsbereitschaft ist ungebrochen

Laer

Trotz Corona haben die Mitglieder des Laerer Vereins „Vergissmeinnicht – Kinder in Not“ in diesem Jahr 32 000 Euro Spendengelder gesammelt und an verschiedene Institutionen persönlich übergeben. Die hohe Summe ist der Großzügigkeit der Laerer Bevölkerung zu verdanken, über die die 80 Mitglieder rund um die Vorsitzende Brigitte Mersmann sehr glücklich sind. In 2020 sammelten sie 21 000 Euro ein.

Von Sabine Niestertund

Die Vorstandsmitglieder Brigitte Mersmann, Renate Mersmann, Anni Treus und Foto: Verein „Vergissmeinnicht – Kinder in Not“

Sein Engagement ist beeindruckend und der Wille, kranken und notleidenden Kindern zu helfen nach wie vor ungebrochen. Das hat sich der Laerer Verein „Vergissmeinnicht – Kinder in Not“ bereits vor 25 Jahren bei seiner Gründung im Dezember 1996 auf die Fahnen geschrieben und seither schon über 160 000 Euro gesammelt. Eine Summe, die mehr als beachtlich ist, bedenkt man, dass die Mitstreiterinnen rund um die Vorsitzende Brigitte Mersmann stets ehrenamtlich unterwegs sind und alles selbst organisieren und managen.

So gehört es zu den erklärten Zielen der Mitglieder, möglichst viel Geld für den guten Zweck zu sammeln und die Spenden immer persönlich zu übergeben. Dass das in Zeiten von Corona doppelt schwierig ist, haben die Helferinnen bereits im vergangenen Jahr erfahren müssen. Um so glücklicher sind die Frauen, dass sie in 2020 insgesamt 21 000 Euro spenden konnten. Das Geld ging an verschiedene Organisationen und die Verantwortlichen von „Vergissmeinnicht“ haben es persönlich ausgehändigt, damit die Spenden eins zu eins an die betroffenen Kinder weitergegeben werden konnten.

Das zu Ende gehende Jahr gestaltete sich für die Ehrenamtlichen noch schwieriger. So musste die Mitgliederversammlung und ein „Wir-sing-mit-Konzert“ coronabedingt abgesagt werden. Auch die beliebte Cafeteria im Rahmen des Weihnachtsmarktes ist ins Wasser gefallen und an einen Kreativmarkt im Rathaus war gar nicht zu denken. Alles Gelegenheiten, an denen die Helferschar sonst fleißig die Werbetrommel rührt und Selbstgemachtes für den guten Zweck verkauft. Da grenzt es schon fast an ein Wunder, dass in den vergangenen Monaten trotzdem 32 000 Euro zusammengekommen sind. 2500 Euro davon gingen beispielsweise an die Heilpädagogische Frühförderstelle in Ahaus, 3000 Euro an die „AlexKids“ in Münster, 2000 Euro an das Familienhaus des Uniklinikums in Münster und 2000 Euro an das St.-Franziskus-Hospital in Münster.

Am 20. August sind Brigitte Mersmann, Anni Treus, Resi Klumps, Brunhilde Windscheid und Hildegard Rüscher sogar nach Dernau gefahren, um der dortigen Kita St. Johannes, die auch vom Hochwasser schwer getroffen war, mit 7500 Euro zu helfen. Vor Ort machte sich die Besuchergruppe ein Bild vom zerstörten Kindergarten und nahm Kontakt zum Förderverein der Kita auf. „Im Original stellt sich alles noch viel schlimmer dar, als man es bisher auf Fotos oder Filmen gesehen hat“, berichteten die geschockten Larerinnen.

Der Spendenbetrag kam übrigens durch mehrere private Spenden sowie 500 Euro vom Caritasvorstand in Laer zusammen.

„Wir ,möchten die Menschen im Ahrtal nicht alleine lassen und im nächsten Jahr noch mal spenden“, kündigt die Vorsitzende an, die wie ihre Mitstreiterinnen wieder auf breite Unterstützung aus der Laerer Bevölkerung hofft. Schließlich bräuchten die Betroffenen vor Ort weiterhin auch großzügige finanzielle Hilfe. Spenden werden auf das Konto DE44 401 646 185 108 700 300 Vergissmeinnicht Kinder in Not e.V. erbeten.

„Auch im Jahr 2022 lasen wir uns von Corona nicht unterkriegen“, zeigen sich die Helferinnen kämpferisch. Dabei setzen sie natürlich wieder auf die Großzügigkeit der Laerer Bürgerinnen und Bürger. Nur ihnen, ist es zu verdanken, dass „Vergissmeinnicht“ während seines 25-jährigen Bestehens schon zahlreiche Kinder und ihre Familien ein bisschen glücklicher und sorgenfreier machen konnte. Ein triftiger Grund, der den Vorstand und die Mitglieder auch weiterhin antreibt, sich für die schwächsten in der Gesellschaft einzusetzen, damit sie nicht vergessen werden.

Weitere Informationen über die Arbeit des Vereins finden sich im Internet unter www.vergissmeinnicht-laer.de.

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