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Ehepaar Exner feiert Diamantene

In Laer haben sie ihr Glück gefunden

Laer

Ihre Diamantene Hochzeit konnten Elisabeth und Franz Exner am 23. Mai im Kreis ihrer Lieben feiern. Die Glückwünsche der Gemeinde Laer überbrachte Bürgermeister-Stellvertreter Klemens Tacke dem Jubelpaar, das immer viel gearbeitet, aber auch gerne gefeiert hat. Neben der Familie, dem Hof und der Nachbarschaft haben sich die Exners auch stets im Ewaldidorf engagiert.

Sabine Niestert

Bürgermeister-Stellvertreter Klemens Tacke überbrachte Elisabeth und Franz Exner zur Diamantenen Hochzeit die Glückwünsche der Gemeinde Laer.

Sie haben hart und viel gearbeitet, aber immer auch gerne gefeiert, wenn es möglich war. Ihre ganze Aufmerksamkeit und Kraft gehörte stets der Familie und dem Hof. Am Herzen lag ihnen aber auch das Wohl der Gemeinde Laer, in der Elisabeth und Franz Exner ihr Glück gefunden haben. So lernten sich die beiden vor vielen Jahren auf der hiesigen Himmelfahrtskirmes kennen. Am 23. Mai konnten die 86-Jährige und der 85-Jährige ihre Diamantene Hochzeit im Kreise der Lieben feiern.

Zu den ersten offiziellen Gratulanten auf dem Hof in der Flooth 9 gehörte Bürgermeister-Stellvertreter Klemens Tacke, der die Glückwünsche der Gemeinde Laer überbrachte. In die ist Franz Exner mit seinen Eltern und Geschwistern gekommen, nachdem die Familie 1946 aus der Grafschaft Glatz in Schlesien von ihrem Hof vertrieben worden war. Sein Vater fand eine Anstellung bei Bauer Heinrich Schulte als Melker. Großes Glück hatten die Exners, als sie als Flüchtlinge bei der Verlosung der Siedlungsgesellschaft „Rote Erde“ eine kleine Parzelle in der damaligen Aabauerschaft (heute Flooth) zugesprochen bekamen. Damit war der Grundstein für einen eigenen Hof in der neuen Heimat gelegt. Franz Exner absolvierte eine Lehre in der Landwirtschaft und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters.

Aus einer kinderreichen Familie kommt auch seine Frau, eine geborene Wernsmann, die aus Mettingen stammt, dort aufwuchs und sich zur Hauswirtschaftsmeisterin ausbilden ließ. Nach der ersten Begegnung auf der heimischen Kirmes besuchte der damals junge Mann so oft wie möglich seine Zukünftige sonntags in Mettingen. „Er ist die 50 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren, morgens hin und abends zurück, nur um seine Elisabeth zu sehen“, erinnert Tochter Mechthild Exner-Herforth an die romantischen Anfänge der Beziehung, die jetzt schon seit 60 Jahren hält.

Aus der glücklichen Verbindung gingen nicht nur sie, sondern auch noch drei Söhne hervor. Hubert, der jüngste von ihnen, hat mit seiner Frau Irmgard schon längst den Hof übernommen, der inzwischen 400 Kühe zählt. Zurückgezogen auf ihren Altenteil können die Eltern dort ihren Lebensabend verbringen.

Hinter ihnen liegt ein erfülltes Leben, das stets auch mit der Freude am Singen im Kirchenchor beziehungsweise beim Sängerstammtisch verbunden war. Die Eheleute liebten es auch, gemeinsam im Karneval – zuletzt bei den Senioren – aufzutreten.

Ob als CDU-Ratsherr oder als Schiedsmann, der Jubelbräutigam hat sich stets auch für das Allgemeinwohl engagiert. Hinzu kommen die Mitgliedschaften im LOV und im Schützenverein.

Als die Kinder groß waren, hat sich Elisabeth Exner der Kaffeerösterei im ehemaligen Heimatcafé verschrieben. Dort bot sie zahlreiche Vorführungen für interessierte Besucher und Gruppen an. „Das hat ihr immer großen Spaß gemacht“, berichtet die Tochter, die nicht unerwähnt lassen möchte, dass zur großen Familie inzwischen auch zwölf Enkelkinder und zwei Urenkel gehören. Zum freudigen Anlass hatte natürlich die Nachbarschaft gekränzt, die ebenfalls aufs Herzlichste gratulierte.

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