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20 von 22 Jugendfeuerwehren des Kreises Steinfurt stellten sich inszenierten Aufgaben in Laer und Holthausen

Jede Minute zählt

Laer

Am Wochenende zeigte der Feuerwehr-Nachwuchs des Kreises, was er schon alles gelernt hat. Am Ende waren die Betreuer sehr zufrieden.

Von Rainer Nix

Wasser marsch: An der Firma Vomo simulierte der Feuerwehr-Nachwuchs einen Hallenbrand. Dafür musste ein Löscher-Netz aufgebaut werden.

Am Wochenende um 14 Uhr schreckte lautes Sirenengeheul die Laerer und Holthausener aus der Beschaulichkeit des Samstagnachmittags. Wer sich ein wenig auskannte merkte gleich, dass es von Feuerwehr-Einsatzfahrzeugen stammen musste. Natürlich waren alle vorgewarnt. Des Rätsels Lösung: In der Ewaldigemeinde stand eine Alarmübung der Jugendfeuerwehren des Kreises Steinfurt auf dem Programm.

„Wir verzeichnen rund 400 Teilnehmer und Teilnehmerinnen“, so Gemeindejugendfeuerwehrwart Patrick Belting. Von 22 Jugendfeuerwehren im Kreis beteiligten sich 20. „Sie steuern in Alarmfahrt diverse Einsatzstellen an und arbeiten nachgestellte Einsatzszenarien ab“, erläuterte er. Dazu waren die Brandschützer und Lebensretter in vier Gruppen aufgeteilt. Sie trafen sich jeweils auf dem Gelände des Fachmarkts Zwiener, am Wendehammer Schiewenhügel, auf dem Ascheplatz in Holthausen und auf dem Hof Schürhoff. „Hier wurden sie zeitversetzt alarmiert, damit nicht alle gleichzeitig ausrückten und es an den Knotenpunkten nicht zum Verkehrschaos kam“, erläuterte Belting. Ernstfälle waren bei den Firmen Vomo Leichtbautechnik sowie Farmermobil in Laer fingiert, darüber hinaus auf den Höfen Stegemann und Schulze Lohoff in Holthausen.

Es ging schwerpunktmäßig um Brandbekämpfung, aber auch um die Suche von Personen, die aus einer kritischen Situation gerettet werden mussten. Auf dem Gelände des Unternehmens Vomo zum Beispiel gestaltete sich das Szenario folgendermaßen: „Unser angenommener Fall: Eine Industrielagerhalle steht in Flammen, alle Mitarbeiter sind außer Gefahr“, erläuterte der Einsatzleiter für diesen Bereich, Frank Bertling. Seine Funktion war gleich an der weißen Weste über der Uniform zu erkennen. Nun galt es, das Feuer zu löschen. „Drei Fahrzeuge stehen vor der Halle, die Kameraden bauen ein Löscher-Netz auf.“

Parallel wurden Leitungen von Wasser aus zwei Hydranten vorbereitet. Alles muss laufen wie am Schnürchen, denn im Ernstfall zählt nicht nur bei der Bergung von Verletzten, sondern auch beim Bekämpfen des Feuers jede Minute. Schläuche wurden ausgerollt, Verbindungen hergestellt und Strahlrohre aktiviert. Die Nachwuchs-Feuerwehrleute konzentrierten sich auf ihre Aufgaben und handelten schnell, was unschwer zu bemerken war.

„In diesem Abschnitt haben wir 90 Jungfeuerwehrleute inklusive Betreuer eingesetzt“, so Einsatzleiter Bertling. „Wichtig ist, dass sie rasch ihre Position finden.“ Die erste Alarmfahrt, betonte er, sei für jeden jungen Feuerwehrmann ein besonderes Highlight.

Nachdem alle vier Gruppen ihre Aufgaben erfüllt hatten, wurde auf dem Hof der Werner-Rolevinck-Schule der Grill angeheizt. Genügend Kaltgetränke standen bereit, so dass sich jeder erfrischen konnte. Kreisjugendfeuerwehrwart Robert Laumann, Belting und Laers Bürgermeister Manfred Kluthe hielten Ansprachen, in denen sie die Bedeutung der Wehren für die Sicherheit der Bevölkerung und insbesondere die Bedeutung der Jugendfeuerwehren für die Zukunft hervorhoben.

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