1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Laer
  6. >
  7. Kampf für mehr Sicherheit im Dorf

  8. >

Initiative „Sichere Ortsdurchfahrt Laer“ und Grüne überreichen 1011 an den Bürgermeister

Kampf für mehr Sicherheit im Dorf

Laer

1011 Unterschriften für die Initiative „Sichere Ortsdurchfahrt Laer“ sprechen eine deutliche Sprache: Laer will die durchfahrenden Lkw stoppen und eine Tempo-30-Pflicht im Ort. Hubert Bröker, Fraktionssprecher von B90/Die Grünen Laer und Holthausen, überreichte die Listen am Wochenende Bürgermeister Manfred Kluthe. Das geht aus einer Pressemitteilung der Initiatoren hervor.

Von und

Hubert Bröker Foto: Grüne

1011 Unterschriften für die Initiative „Sichere Ortsdurchfahrt Laer“ sprechen eine deutliche Sprache: Laer will die durchfahrenden Lkw stoppen und eine Tempo-30-Pflicht im Ort. Hubert Bröker, Fraktionssprecher von B90/Die Grünen Laer und Holthausen, überreichte die Listen am Wochenende Bürgermeister Manfred Kluthe. Das geht aus einer Pressemitteilung der Initiatoren hervor.

Der Rathauschef bedankte sich für das klare Bürgervotum bei allen Unterstützern und den bündnisgrünen Initiatoren: „Das ist eine eindrucksvolle Demonstration des Bürgerwillens“, so der Gemeindechef. Damit werde er sobald wie möglich in Verhandlungen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW und den zuständigen Verkehrsaufsichtsbehörden der Kreise Steinfurt und Coesfeld treten und entsprechende Maßnahmen fordern.

In Laer wirkt die Landesstraße 555 als Dorfstraße wie ein großer Graben, der die Gemeinde in Nord und Süd teilt, erklärte Bröker. Denn fast jeder und jede, der oder die die Forderungen der Initiative „Sichere Ortsdurchfahrt Laer“ unterzeichnet hat, kann von einer brenzligen Begebenheit im Laerer Straßenverkehrsalltag erzählen.

Nicht selten nutzen Fahrzeuge mangels ausreichender Straßenbreite den Bürgersteig, um einander auszuweichen. Da in einigen Bereichen der Gehweg sehr schmal ist, entstehen dort unhaltbare Zustände, gerade für die schwächsten Verkehrsteilnehmer.

Viele Laerer und Laererinnen meiden als Radfahrer oder Fußgänger den Ortskern oder fürchten um ihre und die Sicherheit von Schulkindern auf dem Schulweg. Ihr Wunsch: Endlich wieder ohne Angst im Ortskern am Straßenverkehr teilnehmen, sei es als Fußgänger, Fahrradfahrer oder mit Rollstuhl oder Rollator fahrende Bürger.

„Besonders zu den Zeiten von Berufs- und Schulverkehr spitzt sich die Lage zu“ heißt es in dem Pressetext. Zudem befindet sich die zentrale Bushaltestelle mit dem größten Fahrgastein- und -ausstieg in diesem engen Nadelöhr. „Das sind schon teilweise erschreckende Geschichten, die wir da gehört haben“, berichtete Bröker.

Der Grüne Ortsverband hat die Initiative ins Leben gerufen und bei der Sammlung viele Gespräche mit den Unterzeichnenden geführt. Die Grüne Ratsfraktion hat bereits einen entsprechenden Antrag auf den Weg gebracht, der auch von CDU, SPD und FDP im Rat unterstützt wird. Eine überörtliche Ableitung des durchfahrenden Schwerlastverkehres sei unproblematisch über die Landesstraßen L 579 und L 580 über Horstmar nach Darfeld möglich und zumutbar, heißt es in der Begründung. Die genannten Nachbarkommunen wären dadurch nur unwesentlich betroffen, da die alternative Route fast ausschließlich über eine Strecke im Außenbereich führt.

Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur mag auch wichtig für die Wirtschaft, die Versorgung der Einwohner und für die Mobilitätsbedürfnisse sein. Auf Dauer darf eine Dorfstraße die Dorfbewohner mit ihren Sicherheitsbedürfnissen aber nicht einfach links und rechts stehen lassen.

Wie der Landesbetrieb Straßen NRW zu den Forderungen der Initiative steht? Zur Übergabe wollte niemand diese Frage verbindlich beantworten. „Wir müssen aber immer wieder auf unsere Anliegen aufmerksam machen“, waren sich Bröker und Kluthe einig. 1011 Unterschriften für die Initiative „Sichere Ortsdurchfahrt Laer“ lassen daran keinen Zweifel.

Startseite