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Junge Helferinnen berichten von ihren Erfahrungen in der einer integrativen Sportgruppe

Keine Berührungsängste mehr

Laer

Integration wird beim TuS Laer groß geschrieben. Seit 14 Jahren besteht eine integrative Gruppe, die Brigitte Lüke-Klein 2007 gegründet hat. Jüngst sind mit Amelie Theyssen und Johanna Schomaker zwei Jugendliche hinzukommen, die das Gruppenhelferteam unterstützen. „Wir haben mittlerweile keine Berührungsängste mehr im Umgang mit Menschen mit einem Handicap“, so ihre Bilanz.

Von und

Die Mitglieder der integrativen Sportgruppe des TuS Laer 08 und ihre Gruppenhelfer-Runde haben sehr viel Spaß bei Ihren Zusammentreffen mittwochs in der großen Turnhalle.

Integration wird beim Turn- und Sportverein Laer 08 groß geschrieben. So verfügt der TuS seit 14 Jahren über eine integrative Sportgruppe, die Brigitte Lüke-Kleine in 2007 gegründet hat. Dieser gehören inzwischen 15 Teilnehmende mit verschiedenen Handicaps im Alter von 21 bis 58 Jahren an. Auf der Suche nach neuen Gruppenhelfern stieß die Zweite Vorsitzende, Sonja Thüning, auf Amelie Theyssen und Johanna Schomaker. Die beiden jungen Frauen verstärken seit einem Jahr das Gruppenhelferteam um Brigitte Lüke-Kleine, Ines Brinckmann und Silke Heymann.

Fußball

Anfang September 2020 haben die 17- und die 16-Jährige das erste Mal eine Art „Schnupperstunde“ absolviert. Wie sie berichten, hat sich die Gruppe seinerzeit aufgrund von Corona nur draußen getroffen. Dort unternahm die Runde einen gemeinsamen Spaziergang durch die Borg. Nach einigen Treffen musste wegen der Pandemie bis Juni diesen Jahres erneut eine Pause eingelegt werden. Doch Ende September konnte das alljährliche Eisessen etwas verspätet zur Freude aller Mitglieder glücklicherweise noch stattfinden.

Gut eingelegt

„Wir sind dann anschließend fest miteingesteigen, weil uns jede Stunde mit der Gruppe so viel Spaß gemacht hat“, begründet das neue Duo seinen Einsatz, den es mittwochs von 18 bis 19.30 Uhr in der großen örtlichen Turnhalle mit den Erwachsenen mit Handicap gemeinsam absolviert. Zu Beginn gibt es kleine Aufwärmspiele, wobei „Plumpssack“ sehr beliebt sei. Das ändere sich aber regelmäßig.

Nach dem Aufwärmen könne jeder für sich entscheiden, wobei er gerne mitmachen würde. Meist seien mehrere Stationen aufgebaut, weil beispielsweise ein großes Trampolin, eine Schaukel, ein Bewegungsparcours oder ähnliches. Einige Teilnehmer spielten auch gerne Fußball oder tanzten zur Musik, die immer nebenbei spiele und für Spaß und Motivation sorge.

Selbstbewusster

„Nach gut einem halben Jahr haben wir uns sehr gut eingelebt. Wir verstehen uns wunderbar mit allen Teilnehmern und werden jeden Mittwoch freudig von diesen empfangen. Unsere Rolle in der Gruppe besteht darin, dass wir die Menschen mit Handicap unterstützen, sowie bei den Gruppenaktivitäten mitmachen“, berichten Amelie Theyssen und Johanne Schomaker, die auch bei Problemen zuhören und manchmal kleine Ratschläge geben. „Wir sind in der Zeit mit der Gruppe eindeutig selbstbewusster und sicherer im Umgang mit Menschen mit Behinderungen oder Handicap geworden und haben keinerlei Berührungsängste mehr. Abschließend können wir also sagen, dass uns dieser kleine Job super gefällt und uns auch gute Perspektiven für unser späteres Berufsleben“, ziehen die beiden Jugendlichen eine durchweg positive Bilanz ihres Einsatzes.

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