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Vierte Ausstellung lockt in das Kunstgewächshaus

„Meine Güte, was für Hüte“

Laer

Zur vierten Ausstellung ins Kunstgewächshaus an den Rathausteich laden Projektkünstlerin Franziska Lengers und Bürgermeister Manfred Kluthe ein. „Meine Güte, was für Hüte“, heißt das Motto der Präsentation, die bis zum 13. August zu sehen ist. Am morgigen Sonntag (3. Juli) ist die Initiatorin von 11 bis 12 Uhr vor Ort, um Postkarten zum Thema anzubieten und Erläuterungen zu den Objekten zu geben.

Von Sabine Niestertund

Franziska Lengers und Bürgermeister Manfred

Die derzeitige Wetterlage lässt die Menschen vermutlich Strohhüte und luftige Caps bevorzugen. Schließlich schützen sie vor der heißen Sonne. Pelzhüte und Fellmützen gehen besser im Winter. Doch es gibt auch andere Gründe, als hohe oder niedrige Temperaturen, um eine Kopfbedeckung zu tragen. Das zeigt die neueste Ausstellung „Meine Güte, was für Hüte“, die jetzt im Kunstgewächshaus am Rathausteich zu sehen ist. Dazu laden Franziska Lengers und Bürgermeister Manfred Kluthe ein, die sich freuen, der Bevölkerung von Laer und Interessierten von außerhalb, zum vierten mal „Kunst im öffentlichen Raum“ in einem ganz besonderen Format präsentieren zu können.

So sind die Majestäten der Vereinigten Schützen Laer den neuen Exponaten gewichen. Ob Gegenstände, Fotografien oder Bilder, die freie Projektkünstlerin hat einiges zusammengetragen, um den transparenten Pavillon mit einer Zeitgeschichte der Hüte zu füllen. „Ich habe mich gefragt, warum die Menschen überhaupt Hut tragen und wie dieser ihr Gesicht verändert“, begründet Franziska Lengers, die auch die Idee hatte, das Kunstgewächshaus im Ewaldidorf zu etablieren, ihre Themenwahl. Ihre Recherchen haben ergeben, dass der Kopfschmuck in früheren Zeiten darauf abzielte, die menschliche Gestalt zu erhöhen und Macht und Autorität auszudrücken.

„Von der Krone, über den Feuerwehrhelm, dem Zylinder, dem Cap, der Trachtenhaube, dem Turban und dem Schleier, diente und dient die Kopfbedeckung vielfältigen sozialen Signalen“, erklärt die ausgebildete Sozialarbeiterin, die von ihrem Schwiegervater Franz Klopietz, der zu den Künstlern des Wellbergerner Kreises gehörte, viele Impulse für ihre eigenen Werke bekommen hat.

Für die neueste Ausstellung hat die Initiatorin Kontakt zu Künstlern gesucht, die sich ebenfalls dem Thema Kopfbedeckung gewidmet haben, und diese um Exponate gebeten. Doch das war gar nicht so einfach. Um ein Plakat von Hendrik Kerstens aus Düsseldorf zu bekommen, musste Franziska Lengers echt kämpfen, was sie in ihrer Zeit als Leiterin der Regionalstelle Frauen und Beruf des Kreises Steinfurt glücklicherweise gelernt hat. So hat die dreifache Mutter es alleine ihrer Hartnäckigkeit zu verdanken, dass sie das begehrte Exponat von einer Ausstellung für die Präsentation nutzen darf. Leichter war es bei Designer Robin Rau, der ihre eine Datei geschickt hat.

Die Projektkünstlerin zeigt allerdings auch eigene Werke, wie beispielsweise Wachsarbeiten und Bronzeabgüsse. Zudem präsentiert sie Puppengesichter aus Porzellan mit verschiedenen Hauben.

Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte zum Kunstgewächshaus kommen und sich selbst ein Bild machen. Am morgigen Sonntag (3. Juli) wird Franziska Lengers von 11 bis 12 Uhr vor Ort sein und Postkarten von Volker Hermes anbieten, die Hidden-Porträts mit Kopfbedeckungen zeigen. „Mut zum Hut“ oder „Hut tut gut“ lässt sich da abschließend nur sagen.

Bürgermeister Manfred Kluthe bedauert übrigens, dass zurzeit Schulferien sind. So hätte sich ein Besuch der Ausstellung nicht nur für die Klassen der heimischen Grundschule, sondern auch für Schülerinnen und Schüler anderer Gemeinden als Unterrichtsobjekt angeboten. Zudem träumt der Verwaltungschef davon, dass es künftig in allen 24 Städten und Gemeinden des Kreises Steinfurt Kunstgewächshäuser gibt, die sich gegenseitig mit Ausstellungen befruchten und eine Route bilden.

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