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Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen will weiter wachsen

Neue Mitstreiter gesucht

Horstmar

Auf der Suche nach neuen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ist der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Horstmar und Leer, der 2024 sein 40-jähriges Bestehen feiern kann. Weil die Mitglieder inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen sind, würden sie sich über frischen Wind durch junge Leute in ihren Reihen freuen. Bei einem offenen Stammtisch könnte der erste Kontakt erfolgen.

Von Sabine Niestertund

Sie würden sich über frischen Wind durch neue Mitglieder freuen (v.l.): Foto: Sabine Niestert

Was bewegt die Jugend?“ „Wofür brennt sie?“ Fragen, die die Horstmarer Grünen bewegen. Ihren Ortsverband gibt es in 2024 bereits seit 40 Jahren, sprich, er ist eine feste Größe in der örtlichen Kommunalpolitik. Weil deren Mitglieder inzwischen ein wenig in die Jahre gekommen sind, würden sie sich über Verstärkung und frischen Wind durch junge Kräfte freuen. Das berichten Alfons Rottmann, Hans Fremmer, Norbert Raestrup, Josef Uphaus, Ferdinand Ameis, Dr. Dirk Klein-Bölting, Annette Sonneborn und Lydia Hackmann während eines sommerlichen Garten-Pressegesprächs, in dem sie sich fragen, wie sie neue Mitglieder gewinnen können.

„Unser Zusammenleben und die Gestaltung unserer Umwelt bedürfen ständiger Anstrengungen, damit alle Menschen, auch in Horstmar und Leer, sich wohlfühlen. Und das im Einklang mit der Natur“, betont Gastgeber Alfons Rottmann. Für ihn und seine Mitreiterinnen und Mitstreiter steht fest, dass ohne eine funktionierende Natur und ein Umfeld, in dem sozialer Friede herrscht, die schönste Wohnung, das größte Haus und der beste Job am Ende nichts wert sind. „Daran mitzuwirken, ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die von engagierten Mitmenschen stets aufs Neue freiwillig angegangen werden muss“, zeigen sich die Grünen überzeugt, dass nichts so bleibt, wie es ist und immer wieder etwas Neues komme, was gestaltet werden müsse. Dazu bedürfe es auch der Unterstützung der jungen Generation, die die Partei künftig auch über die Social-Media-Kanäle, wie beispielsweise Instagram und Facebook, verstärkter ansprechen will. Dafür sorgt Nina Liebig. Die junge Coesfelderin, die den Altersdurchschnitt der Parteimitglieder ein wenig senkt, ist vor zwei Jahren in den Horstmarer Rat eingezogen. Dort setzt sie sich zusammen mit Annette Sonneborn, Dr. Dirk Klein-Bölting und Dr. Reinhard Stahl für die grünen Ziele und Vorstellungen ein.

Wahlergebnis stark verbessert

Dass die Grünen während der jüngsten Kommunalwahl in 2020 ihr Ergebnis aus 2014 um 7,3 Prozent stark verbessern konnten und damit 18,6 Prozent der Stimmen geholt haben, hat sie natürlich ein wenig beflügelt. Immerhin haben sie seitdem vier statt vorher drei Sitze. Die stetig steigenden Wahlergebnisse in den vergangnen Jahren zeigten deutlich, dass man auf dem richtigen Weg sei. So hätten viele Menschen erkannt, dass die Grünen in den vergangenen Jahrzehnten mit neuen und kreativen Ideen einiges bewegt hätten, meinte die dritte Kraft im Stadtrat.

„Auf fast allen Gebieten haben wir gezeigt, dass wir viel früher als die anderen Parteien die Zeichen der Zeit und ihre Probleme erkannt und entsprechende Lösungen gefordert haben“, zeigen sich die grünen Ratsmitglieder überzeugt. Sie bedauern, dass ihre Lösungsansätze von den anderen Parteien oftmals erst Jahre oder Jahrzehnte später von den anderen Parteien mitgetragen worden wären. Das begänne bei der Atomkraft, dem Energiesparen allgemein, dem Ausbau der erneuerbaren Energie und der Haltung zu Nordstream 2 und gehe weiter über artgerechte Tierhaltung, die Reduktion von Fleischkonsum und den Umbau der Landwirtschaft zu mehr Natur.

Junge, kreative Menschen gesucht

Auch auf Gebieten wie Straßenneubau, Geschlechtergleichstellung und mit Geflüchteten hätten sie immer eine Vorreiterposition eingenommen, heißt es in der Gesprächsrunde, die sicher ist, dass sie ihre Positionen bei Themen wie Tempobeschränkungen im Straßenverkehr, Förderung des ÖPNV, Zuzug durch Verdichtung und nicht durch Versiegelung, Priorisierung von Radverkehr über kurz oder lang durchsetzen kann. Aber dazu bedürfe es der Unterstützung und des Engagements neuer, junger und kreativer Menschen, die bereit wären, die Gesellschaft und die Umwelt aktiv mitzugestalten. Denn mit Gleichgesinnten Dinge zum Positiven verändern, das können Politik im Allgemeinen und besonders die Lokalpolitik, meint Ferdinand Ameis, der sich vor einigen Jahren um das Bürgermeisteramt beworben hat, das Robert Wenking seit über 20 Jahren fest im Griff hat.

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