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Initiative für Kinder und Jugendliche stellt Antrag

Rat stimmt der Einrichtung einer vierten OGS-Gruppe zu

Laer

Der Rat hat der Bereitstellung einer Pauschale zur Einrichtung einer vierten OGS-Gruppe an der Werner-Rolevinck-Schule zugestimmt. Diese hatte die Initiative für Kinder und Jugendliche in Laer und Holthausen beantragt, um weiterhin eine gute pädagogische Betreuung bieten zu können. Das sieht die Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der Initiative vor, wie dessen Vorsitzender Norbert Rikels begründete.

Sabine Niestert

Auf eine schwierige Situation im Bereich der Offenen Ganztagsschule (OGS) und Übermittag-Betreuung (ÜMI) weist die Initiative für Kinder und Jugendliche in Laer und Holthausen hin. So liegen für die OGS insgesamt 85 Anmeldungen vor. 23 davon entfallen auf den ersten, 19 auf den zweiten, 24 auf den dritten und 19 auf den vierten Jahrgang. Im Bereich der ÜMI liegen die Anmeldezahlen bei 50 Kindern. Die Vereinbarung der Initiative mit der Gemeinde Laer sieht vor, dass die Regelhöhe einer OGS-Gruppe 25 Kinder umfasst. Das bedeutet für das Schuljahr 2020/2021, dass drei Gruppen mit durchschnittlich 28 Kindern eingerichtet werden müssen. Weiterhin werden die ÜMI-Kinder den einzelnen OGS-Gruppen zugeordnet.

„Das bedeutet, dass jede einzurichtende OGS-Gruppe zumindest in der Zeit von 11.30 bis 13.20 Uhr eine Gruppengröße von jeweils 45 zu betreuenden Kindern umfasst. Bei einer solchen Anzahl ist eine qualitativ gute pädagogische Betreuung in nur drei Gruppen nicht mehr leistbar“, schilderte der Vorsitzende der Initiative, Norbert Rikels, während der jüngsten Ratssitzung das Problem. Deswegen hatte die Initiative den Antrag auf Bereitstellung einer Gruppenpauschale zur Einrichtung einer vierten OGS-Gruppe gestellt. Schließlich sähe man ein hochwertiges Angebot vor, das über eine reine Aufsicht hinausgehe. So wolle die Initiative für die Kinder einen Rahmen schaffen, in dem soziale Gruppenarbeiten möglich seien, Mitbestimmung gelebt und soziale Kompetenzen gestärkt werden können.

Offen für die Argumente zeigten sich die Ratsmitglieder, die dem Antrag nach kurzer Diskussion zustimmten. Dass sie die Einrichtung einer vierten Gruppe zunächst einmal auf ein Jahr begrenzen wollten, erklärte FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Lendermann. Dafür plädierte auch Benedikt Niehues von der CDU. Nach einem Jahr könne man dann ja flexibel auf die neuen Zahlen sowie die aktuelle Situation reagieren, meinte der Christdemokrat. Davon riet Norbert Rikels allerdings ab, denn schließlich brauche man Planungssicherheit auch hinsichtlich der Arbeitsverträge. Außerdem hätte es bereits kritische Stimmen von Eltern gegeben, die angekündigt hätten, ihre Kinder nicht mehr zum Offenen Ganztag anzumelden, wenn diese keine gute pädagogische Betreuung anbiete.

Dass die Kinder in Corona-Zeiten eine besonders gute Betreuung bräuchten, gab Grünen-Fraktionschefin Elke Schuchtmann-Fehmer zu bedenken. Wie es in einer Vorlage der Verwaltung heißt, hätte die neue Lösung auch den Vorteil, dass die jahrgangsbezogene Betreuung dem Infektionsschutz vor einer Corona-Erkrankung gerecht werden würde, da keine zusätzliche Durchmischung der Gruppen notwendig wäre.

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