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Energieeinsparungen: Bürgermeister berichtet über hausinternen Krisenstab

Rathaus wird auf LED umgestellt

Laer

Vor dem Hintergrund, dass das Rathaus gasfrei ist, seit 2012 durch eine Pellet-Anlage beheizt wird, momentan auf LED umgerüstet wird und mittelfristig noch eine PV-Anlage bekommen soll, sieht Bürgermeister Manfred Kluthe die Gemeinde Laer gut aufgestellt, was das Thema Energiesparmaßnahmen betrifft. Über die Arbeitsergebnisse des hausinternen Krisenstabs berichtete er während der jüngsten Ratssitzung.

Die Gemeinde Laer ist auf der Suche, wo Energie eingespart werden kann.

„Die Lage ist ernst. Gemeinsam wollen wir es in Deutschland schaffen, mindestens 20 Prozent der Energie einzusparen. Nur so ist es möglich, dass die jetzt bis zu zirka 90 gefüllten Gasspeicher bis zum Ende der Heizperiode im nächsten Jahr reichen.“ Das betonte Bürgermeister Manfred Kluthe, als es während der jüngsten Ratssitzung im Holthausener Pfarrsaal um das Thema „Gasmangellage – Einsparmaßnahmen von Strom und Gas“ ging, das alle 24 Städte und Gemeinden des Kreises Steinfurt beschäftigt.

Gasmangellage

Auf der Ebene der Hauptverwaltungsbeamten stimme man sich bestmöglich ab. Dabei würden alle Beteiligten durch das Energieland 2050 gut unterstützt. Auch mit dem Strom- und Gasversorger liefen regelmäßige Gespräche, schickte der Bürgermeister voraus, bevor er auf die Arbeitsergebnisse des hausinternen Krisenstabs zu sprechen kam.

Die Laerer Verwaltungsspitze beschäftigt sich seit Anfang Juli mit der Problematik. Den weiteren Ausführungen des Bürgermeisters zufolge, ist das Rathaus relativ gut aufgestellt. So sei dieses gasfrei und würde seit 2012 durch eine Pellet-Anlage beheizt. Zwar seien auch hier deutliche Preissteigerungen zu verzeichnen, jedoch sei die Pellet-Anlage immer noch günstiger als Gas oder Öl und schaffe Versorgungssicherheit.

Pellet-Anlage

Schon seit fünf Jahren sei zudem das Warmwasser im Rathaus an den Handwaschbecken abgeschaltet, um Energiekosten einzusparen. „Aktuell wird das gesamte Rathaus zudem auf LED umgestellt“, erklärte Kluthe. Dank einer Teilnahme am entsprechenden Förderprogramm sei diese Maßnahme sehr kostengünstig und würde zu 90 Prozent bezuschusst. Ende des Herbstes sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Elektroauto

Auch das Elektroauto sei längst in Betreib sowie eine Ladesäule installiert. In diesem Fall profitiere die Kommune ebenfalls von einer 90-prozentigen Förderung. Mittelfristig solle das Rathaus in 2023 auch noch eine PV-Anlage bekommen. So habe eine Anfrage bei der Denkmalbehörde ergeben, dass für den jüngeren Gebäudeteil keine Bedenken bestehen. „So wäre dann der selbst erzeugte Strom für das Rathaus und die Ladestelle verwendbar“, so der Bürgermeister. Kompensationsmaßnahmen hätten ermöglicht, zusätzliche Straßenlaternen auf LED umzurüsten, ohne das Kosten für die Gemeinde entstanden seien.

Gespräche über mögliche Einsparmaßnahmen will der Bürgermeister noch mit der Feuerwehr, der Schulleitung, dem TuS Laer 08 und dem SW Beerlage führen. Kluthe gab zu bedenken, dass die Gemeinde bei sämtlichen Energieeinsparungen Mindesttemperaturvorgaben, soziale Gesichtspunkte und technische Aspekte Berücksichtigen müsse.

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