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Eheleute Lidia und Peter Kasper feiern eiserne Hochzeit

Schicksalhafte Begegnung im Kino

Laer

Ihre eiserne Hochzeit konnten Lidia und Peter Kasper am Dienstag feiern. Dazu gratulierten ihnen die stellvertretende Landrätin, Gisela Köster, und Bürgermeister Manfred Kluthe. Die beiden besuchten die Eheleute in ihrer Wohnung an Hinnemanns Hof 5. Dort fühlen sich die beiden Senioren recht wohl.

Sabine Niestert

Landrat-Stellvertreterin Gisela Köster (l.) und Bürgermeister Manfred Kluthe (r.) Foto: Foto: Sabine Niestert

Auch nach 65 Jahren nennt er sie immer noch „mein Liebling“. So lange sind Lidia und Peter Kasper verheiratet. Zur eisernen Hochzeit haben Bürgermeister Manfred Kluthe und die stellvertretende Landrätin, Gisela Köster, dem Jubiläumspaar am Dienstagnachmittag persönlich gratuliert. Dabei überbringen die beiden Gäste auch die Glückwünsche des Ministerpräsidenten Hendrik Wüst, des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und des Landrates Dr. Martin Sommer.

Neben Blumensträußen gibt es Laerer Jubiläumssekt und eine „Münsterland Botschaft“ des Kreises Steinfurt für die Eheleute, die seit 1996 in Deutschland leben und seit 2005 am „Hinnemanns Hof“ wohnen. Dort fühlen sie sich sichtlich wohl. Das bestätigen auch die beiden Töchter Valentina Beifuß und Justina Slüsarewa – ihre Schwester Ludmila Bakalo ist bei dieser Gelegenheit verhindert –, die eine gemütliche Kaffeerunde vorbereitet haben.

Auf dem festlich gedeckten Tisch stehen nicht nur viele kleine Küchlein, sondern auch eigens hergestellte Marmelade. „Die haben wir selbst eingemacht“, berichtet Peter Kasper, der die Früchte dafür mit Erlaubnis der Bauern eingesammelt hat. Der 85-Jährige ist täglich mit seinem Fahrrad im Laerer Gemeindegebiet unterwegs und legt dabei Strecken bis zu 20 Kilometern zurück. „Morgens zehn und nachmittags noch mal zehn Kilometer“, erzählt der ehemalige Kraftfahrer, der als „Alleskönner“ gilt und für seine Hilfsbereitschaft in der gesamten Nachbarschaft bekannt und beliebt ist.

„Unser Papa ist und bleibt ein Mann, der immer gut für uns gesorgt hat“, freut sich die älteste Tochter, die ihre Mutter als „kleine, treue Seele“ bezeichnet, die immer fest zu ihrem Mann gestanden habe und steht. Die Eheleute, die gebürtig aus Sibirien stammen, scheinen den Spruch „Wer den anderen liebt, lässt ihn gelten, so wie er ist, wie er gewesen ist und wie er sein wird“ von Michael Quoist zu beherzigen, den der Bürgermeister mitgebracht hat. Das sei wohl das Geheimnis ihrer langanhaltenden Beziehung, vermutet Manfred Kluthe.

Ihr Glück haben die beiden seinerzeit blutjungen Eheleute übrigens bei einer Begegnung im Kino gefunden. Dabei habe er gleich gewusst, dass das „junge hübsche Mädchen“ die richtige für ihn ist, erinnert sich der dreifache Familienvater. Seine Frau sei damals keine 17 Jahre alt gewesen. Deswegen konnten sie erst später heiraten.

Die Eheleute stammen beide aus kinderreichen Familien und bedauern, dass ihre Geschwister schon tot sind. Um so glücklicher sind die Peters über ihre drei erwachsenen Töchter und dass es inzwischen sechs Enkel und sogar sieben Urenkel gibt. Mit ihnen wollen die Jubilare noch zu einem späteren Zeitpunkt in der Gemeinschaftsküche des Hauses feiern, die allen Bewohnerinnen und Bewohnern offen steht.

Bevor die Peters ins Ewaldi­dorf gekommen sind, haben sie noch in Nordwalde und in Reckenfeld gelebt. Allerdings haben sie sich dort nicht so wohl gefühlt wie in Laer, was wiederum den Bürgermeister stolz macht. Er ist im September seit zwei Jahren im Amt, und schätzt die Gratulationstermine, bei denen er mit den Bürgern direkt ins Gespräch kommen kann. sehr.

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