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Gemeinde hat neuen Schulwegeplan veröffentlicht

Sicherer von der Haustür zur Penne

Laer

Die Gemeinde Laer setzt Maßnahmen zum sicheren Schulweg um. Das Ewaldidorf hat einen neuen Schulwegeplan veröffentlicht, auf dem beispielsweise 15 sogenannte „Tausendfüßler-Treffs“ eingezeichnet sind, an dem sich die Kinder aus einer Nachbarschaft zu einer vereinbarten Zeit einfinden, um so gemeinsam den Schulweg anzutreten.

Von Matthias Lehmkuhl

Elke Hemling (v.l.), Nico Schültingkemper, Fachbereichsleiter Matthias-Holger Reher und Bürgermeister Manfred Kluthe zeigen auf einen der „Tausendfüßler-Treffs“. Foto: Matthias Lehmkuhl

Nach den pandemiebedingten Rückgängen in der Unfallstatistik in den vergangenen beiden Jahren melden viele Bundesländer, dass in diesem Jahr die Zahl der Schulwegunfälle wieder deutlich gestiegen sei.

Die Gemeinde Laer jedenfalls setzt sich vehement dafür ein, dass die Kinder auf ihrem Schulweg sicher zur Werner-von-Rolevinck-Grundschule und wieder zurück gelangen.

Denn die Verwaltung hat zusammen mit dem Arbeitskreis „Sicherer Schulweg“ – allen voran Elke Hemling und Nico Schültingkemper sowie Bürgermeister Manfred Kluthe und Fachbereichsleiter Matthias-Holger Reher – einen neuen Schulwegeplan ausgearbeitet.

„Tausendfüßler-Treffs“

Neben den bereits installierten Elternhaltestellen am Edeka-Markt (In der Kartause) und an der Postenbörse (Enger Steinweg) wurden 15 sogenannte „Tausendfüßler-Treffs“ auf dem Gebiet der Gemeinde eingerichtet. „An diesen Treffs sollen sich die Kinder aus einer Nachbarschaft zu einer vereinbarten Zeit einfinden, um so gemeinsam den Schulweg anzutreten“, erläutert Bürgermeister Manfred Kluthe. Nikola Adler, Lehrerin an der Werner-von-Rolevinck-Grundschule, hatte auf Anfrage des Arbeitskreismitglieds Nico Schültingkemper zusammen mit den Kindern ein Logo entwickelt, das die Gemeinde zunächst in einer Reinzeichnung und schließlich auf runde Hinweisschilder drucken ließ. „Die Kinder hatten sich schnell auf den Tausendfüßler festgelegt“, so Kluthe und ergänzt: „Als die Hinweisschilder fertiggestellt waren, wurden sie durch unseren Bauhof vor Ort angebracht.“ Ebenfalls erneuert und ausgebaut wurde das Konzept der gelben und roten Fußabdrücke, die an besonders exponierten Stellen rund um die Grundschule und auf den am meisten genutzten Schulwegen im Ewaldidorf ebenfalls vom Bauhof mittels Schablonen fachgerecht aufgebracht wurden. Die Füße sind immer an Standorten zu finden, wo die Kinder das weiteste Sichtfeld haben“, unterstreicht Geograf Nico Schültingkemper.

Kinderfreundlich

Damit wird allen Kindern signalisiert, dass sie hier am sichersten die Straße überqueren können oder wo sie stehen bleiben sollten, um die Straße in beiden Richtungen überblicken zu können.

Alle neuen Stationen und Markierungen wurden in den jetzt veröffentlichten und bereits an die Eltern verteilten aktualisierten Schulwegeplan aufgenommen. Dieser Plan ist nunmehr viel kinderfreundlicher gestaltet worden und beinhaltet neben den Stationen sowie den gelben und roten Fußabdrücke auch die vom Arbeitskreis und der Gemeinde empfohlenen Schulwege, die von den verschiedenen Wohngebieten sicher zur Grundschule führen sollen. Aufgrund der neuen Gestaltung finden sich auch Kinder schnell in dem Schulwegeplan zurecht und lernen, wie sie am sichersten zur Schule kommen. „Für die Kinder ist der Weg zur Schule ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstständigkeit und Selbstsicherheit“, meint Laers Bürgermeister, der die Eltern inständig bittet, ihre Kinder auch an regnerischen Tagen möglichst nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen.

Mehr Selbstständigkeit

Der neue Schulwegeplan kann ab sofort in der Gemeinde abgeholt oder auf der Homepage heruntergeladen und auf der Gemeinde-App als digitale Version direkt auf dem Smartphone angeschaut werden. Diese Version beinhaltet auch eine Ortungsfunktion des aktuellen Standorts. So kann man mit dem Kind analog oder digital schon einmal Probe laufen.

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