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Sondersitzung des Ausschusses für Schule, Bildung und Sport bringt Entscheidung

Spielplatzverein ist geplant

Laer

Die Sondersitzung des Ausschusses für Schule, Bildung und Sport zum Thema „Spielplatzkonzept“ hat die Entscheidung gebracht. So wurde Bürgermeister Manfred Kluthe beauftragt,möglichst bald einen Runden Tisch zur Gründung eines Spielplatzvereins einzuberufen.

Von Sabine Niestertund

Der Spielplatz an der Bodelschwinghstraße ist besonders trostlos (oben l.). Verbesserungspotenzial gibt es auch auf dem Spielplatz am Rathausteich (oben r.).

Am Ende waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Bildung und Sport einig. Sie beauftragten Bürgermeister Manfred Kluthe, den vorgestellten Masterplan „Spielplatzkonzept“ des Landschaftsarchitekturbüros Freese aus Dorsten möglichst zeitnah umzusetzen. Zur Unterstützung soll der Gemeindechef einen Runden Tisch einberufen, der die Gründung eines Spielplatzvereins vorbereitet. Das ist das Ergebnis der Sondersitzung, die ausschließlich dem Thema „Spielplatzkonzept“ gewidmet war, da dieses den Politikern und der Gemeindeverwaltung schon lange unter den Nägeln brennt.

Begeistert zeigte sich das Fachgremium unter dem Vorsitz von Elke Hemling (Grüne) von der Arbeit des Fördervereins Nordwalder Spielplätze. Dessen Vorsitzende Mareike Wissing und ihre Stellvertreterin Carina Plett, stellten ihre Ideen, Ziele und Projekte vor. „Wir erneuern alte und planen neue Spielplätze in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde sowie den Nutzern“, erklärte die Vorsitzende. 2016 sei der Verein mit 15 Mitgliedern gegründet worden und habe seitdem vier Projekte erfolgreich umgesetzt. Die Planung in 2021 habe unter der Corona-Pandemie gelitten.

Auf Anfrage berichteten die beiden Besucherinnen, dass sie jedes Jahr ein Projekt realisieren und dieses komplett von Anfang bis Ende alleine planen. Dabei bekämen sie Unterstützung vom gemeindlichen Bauhof.

Die Maßnahmen würden zum Teil über einen festen jährlichen Etat im Nordwalder Haushalt finanziert. Zudem sei man auf Mithilfe der Mitglieder und Spenden von Firmen oder Privatpersonen angewiesen. In der Regel ständen für die Vorhaben 20 000 Euro zur Verfügung und man konzentriere sich auf Plätze für Kinder bis zu zwölf Jahren.

Dass die Gemeinde Laer einen anderen Ansatz verfolgt, gab die Ausschuss-Vorsitzende zu bedenken. So sollten die Spielplätze vor Ort möglichst auch eine Begegnungsstätte für Jung und Alt sein. Trotzdem sei man nach den Ausführungen ein wenig schlauer, bedankte sich Elke Hemling bei den Referentinnen.

In der anschließenden Diskussion machten sich alle Fraktionen dafür stark, möglichst schnell zu handeln. Als Grundlage und Leitlinie soll der „Masterplan“ des erfahrenen Landschaftsarchitekten Andreas Freese dienen, der bei seiner Vorstellung dafür plädiert hatte, alle Generationen in die Spielplatzplanung mit einzubeziehen. Allerdings sei es wichtig, seitens der Politik und Verwaltung von Anfang Vorschläge zu unterbreiten und Möglichkeiten zur Spielplatzplanung aufzuzeigen. Sonst bestehe die Gefahr, dass es zu illusorischen Vorstellungen bei den Beteiligten komme.

Bevor einmütige Abstimmung erfolgte, diskutierten die Ausschussmitglieder noch darüber, ob man es bei der bisher beschlossenen Priorisierung belassen soll. Nach dieser war vorgesehen, den Spielplatz an der Bodelschwinghstraße als erstes zu sanieren, da er nicht nur besonders trostlos, sondern auch ein sozialer Brennpunkt sei.

Wie Johannes Kluck erklärte, gäbe es dort auch ein Sicherheitsproblem. So liege der betroffene Spielplatz direkt an einer großen Durchgangsstraße, während alle anderen Flächen an Nebenstraßen angesiedelt seien. Deswegen plädierte der Sachkundige Einwohner wie Bündnis 90/Die Grünen dafür, die Anlage an der Bodelschwinghstraße vorzuziehen. Hingegen votierten die Christdemokraten dafür, den Spielplatz am Dorfteich als erstes fertigzustellen, da dieser die „Visitenkarte“ des Ewaldi­dorfs sei.

Der Ausschuss einigte sich schließlich darauf, die Frage offen zu lassen und dort zu beginnen, wo es zuerst möglich ist.

„Ich denke da ganz breit“, plädierte auch der Bürgermeister dafür, nicht alles bis ins kleinste Detail festzulegen. Einen Verein zu gründen, sei kein Pappenstiel. „Wir brauchen Leute, die sich damit auskennen“, meinte der Gemeindechef, der hofft, dass möglichst viele Bürger mitmachen. Dabei seien natürlich auch die Senioren und Kinder gefragt.

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