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Laerer Verein spendet 7 500 Euro für die Kita St. Johannes in Dernau und 2 500 Euro nach Ahaus

„Vergissmeinnicht“ hilft dem Ahrtal

Laer

Die Not der Hochwasser-Opfer im Ahrtal bewegt auch den Laerer Verein „Vergissmeinnicht“, der der Vorsitzenden des Fördervereins der Kita St. Johannes in Dernau bei einem persönlichen Besuch einen Spendenscheck von 7500 Euro überreicht hat, um beim Wiederaufbau zu helfen.

Von und

Große Freude herrschte bei der symbolischen Spendenübergabe (v.l..): Sandra Sebastian-Berthel, Anni Treus, Resi Klumps, Brunhilde Wind­scheid,Hildegard Rüscher und Brigitte Mersmann. Foto:

„Vergissmeinnicht“ wollte, wie viele andere auch, seinen Beitrag zur Unterstützung von Hochwassergeschädigten im Ahrtal leisten und setzte sich mit dem Förderverein der Kita St. Johannes in Dernau in Verbindung. Um sich vor Ort ein Bild des zerstörten Kindergartens machen zu können, wurde ein Treffen mit der Vorsitzenden Sandra Sebastian-Berthel vereinbart. Bereits auf dem Weg dorthin waren die Vorstandsfrauen des Laerer Vereins schockiert von den sich bietenden Bildern. „Im Original stellt sich alles noch viel schlimmer dar, als man es bisher auf Fotos oder in Filmen zu sehen bekam“, heißt des in einem Pressebericht von „Vergissmeinnicht“.

Sandra Sebastian-Berthel empfing die Laerer Frauen an der Ortskirche und brachte sie zur zerstörten Kita. Das Gebäude ist einsturzgefährdet und darf nicht betreten werden. Fotos vom Tag nach dem schrecklichen Unwetter zeigen völlig mit Schlamm bedeckte Wege rund um das Gebäude und den Spielplatz der Kita. Die Inneneinrichtung mit dem gesamten Spielzeug lag auf einem großen Haufen vor dem Haus.

Die „Vergissmeinnicht“-Frauen übergaben einen Scheck in Höhe von 7500 Euro. Der Betrag kam durch mehrere private Spenden sowie 500 Euro vom Caritas-Vorstand in Laer zusammen. Die Vorsitzende freute sich sehr über diese großzügige Spende und bedankt sich auf diesem Weg bei allen Spendern. Das Geld wird in die Ausstattung des neu zu errichtenden Kindergartens und des zugehörigen Spielplatzes verwendet.

Derzeit sind die Mädchen und Jungen der Kita St. Johannes mit Hilfe einer Elterninitiative in einem privaten Gebäude untergebracht und werden dort teilweise auch von Müttern und Vätern betreut. „Ein Ende der schrecklichen Lage für alle Beteiligten lässt sich gar nicht absehen“, heißt es im Pressetext von „Vergissmeinnicht“ weiter.

Einige Tage vor diesem Termin hatten die Vorstandsfrauen eine Spende von 2500 Euro an die heilpädagogische Frühförderstelle in Ahaus überbracht. Diese Familientagesstätte/Familienzentrum gehört zur diakonischen Stiftung Wittekindshof mit Sitz in Bad Oeyenhausen. Die Frühförderung für Kinder mit bevorstehender oder akuter Behinderung bis sechs Jahren wird in diesem Zentrum, aber auch in den betroffenen Familien durchgeführt. Voraussetzung dafür ist die Empfehlung eines Arztes, Aufklärungsgespräche und ein Antrag beim LWL.

Die Leiterin der Frühförderstelle, Emily Großmann, und ihre Mitarbeiterin Hildegard Schwede, empfingen die Besucherinnen aus Laer mit einer großen Tafel, auf der alle derzeit nötigen Utensilien aufgeführt waren, die von dem Spendengeld angeschafft werden sollen. Die Entwicklung der Kinder im sozial-emotionalen Bereich, sowie motorisch und sprachlich so früh wie möglich zu fördern, ist die Aufgabe der Mitarbeitenden der Frühförderung. Aber auch Gespräche mit den Eltern und Hilfestellung bei den verschiedenen Anträgen sind wichtig und unumgänglich. Die Frühförderstelle mit ihren Einsatzorten Ahaus und Gronau betreuen zurzeit rund 90 Kinder. Es gibt auch Wartelisten und der Bedarf steigt.

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