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Laerer Schützen feiern zehnten Geburtstag nach

Vier tolle Tage für die Vereinigten

Laer

Vier Tage lang haben die Vereinigten Schützen Laer, ihren zehnten Geburtstag nachgefeiert, der bereits in 2020 anstand, aber coronabedingt ausfallen musste. Zu den Höhepunkten gehörten der Große Zapfenstreich am Mittwoch und das Schießen an der Vogelstange am Sonntag.

Von Sabine Niestertund

Im Beisein des Präses Pastor Andreas Ullrich (2.v.l.) und des Vorsitzenden Lars Bücker (2.v.r.) und seines Stellvertreters David Potthoff (3.v.r.) stellten sich die neuen Majestäten der Vereinigten Schützen Laer zum Erinnerungsbild auf (v.l.): Oberst Detlev Niehues, Junggesellen-Königspaar Johanna Oskamp und Markus Oskamp, Kaiserpaar Franz und Juliane Lengers sowie Verheirateten-Königspaar Irmgard und Hubert Exner.Foto: Vereinigte Schützen Laer Foto: Foto: Vereinigte Schützen Laer

Der laute Knall der Schüsse klang nach der langen coronabedingten Pause noch ein bisschen ungewohnt und ließ zumindest manch einen der Gäste zusammenzucken. Nicht so die Vereinigten Schützen Laer, die sich am Sonntag freuten, nach drei Jahren endlich wieder an der Vogelstange antreten zu dürfen.

Den ersten Schuss feuerte nach guter Tradition Präses Pastor Andreas Ullrich ab. Ihm folgten die Junggesellen, die zwei Stunden brauchten, bis Markus Oskamp mit dem 231. Schuss das hölzerne Vieh gegen 16 Uhr von der Stange holte. Zur Königin erkor sich der erfolgreiche Schütze Johanna Oskamp. Das Regentenpaar löst Lars Bücker und Anna Tenbrock ab.

Bei den Verheirateten setzte sich Hubert Exner mit dem 170. Schuss um 17.22 Uhr gegen seine Mitbewerber durch. Er und seine Frau Irmgard treten die Nachfolge von Thomas und Marion Schwier an. Fast zwei Stunden brauchten auch die Kaiser, um den ebenfalls von Manfred Sommer erbauten Vogel den Gar auszumachen. Das gelang Franz Lengers beim 234. Schuss um 19.29 Uhr. Er und seine Frau Juliane lösen das Kaiserpaar Akki und Maria Vahlhaus ab, das immerhin acht Jahre im Amt war. Während der Polonaise am Samstagabend präsentierten sich die gekrönten Häupter noch einmal würdevoll der interessierten Öffentlichkeit, die auch den Fahnenschlag auf dem Rathausplatz gespannt mit verfolgte.

Zufrieden mit dem Verlauf der viertägigen Jubiläumsfestivitäten zeigte sich Vorsitzender Lars Bücker im Gespräch mit dieser Zeitung am Sonntag. Zu den Höhepunkten gehörte zweifelsohne der Große Zapfenstreich am Mittwochabend auf dem Rathausplatz (wir berichteten). Erfreut zeigte sich Vereinigten-Chef darüber, dass sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am Jedermann-Schießen am Freitag beteiligt haben. Dabei konnte sich Florian Wallkötter durchsetzen, der Sarah Niehaus zu einer Mitregentin erkor.

Beste Stimmung herrschte auch während der Geburtstagsaktivitäten am Samstag, zu der unter anderem eine Festmesse in der Bartholomäuskirche gehörte. Der Königsball mit der Top 40 Band „X.O.“ sorgte dafür, dass die Nacht für einige Besucherinnen und Besucher recht kurz geriet. So endete ein subtropisch heißer Tag, der unter den Schatten spendenden Bäumen an der Sportallee gut auszuhalten war, beim ausgelassenen Tanz.

Der Sonntag avancierte bei angenehmeren Temperaturen zum wahren Familienfest. So tummelten sich zahlreiche Kinder mit ihren Eltern auf dem Festgelände. Dort sorgten der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr und das Blasorchester Laer, die im Wechsel spielten, für musikalische Stimmung. Zum Kaffeetrinken ging es ins Festzelt, während sich beim Königsschießen der Junggesellen eine Warteschlange vor der Vogelstange bildete.

Ein Großbildschirm bot ein gelungenes Open-Air-Kino. Dort konnten die Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgen, was sich in den vergangenen zwölf Jahren – also in der Zeit nach der Fusion der Bartholomäer, der Sebastianer und der Junggesellen Maria-Immaculata getan hat. Der Film wurde durch aktuelle Bilder angereichert, die von den vier tollen Tagen zeugten, die jetzt hinter den Vereinigten Schützen liegen. Allerdings bleibt die Ausstellung im Kunstgewächshaus am Rathausteich noch einige Zeit zu sehen. „Eine bessere Werbung können wir uns gar nicht wünschen“, freut sich der Vorsitzende über die gelungene Reklame.

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