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Projekt der FH Münster, des Kreissportbundes und Horstmar als Modellkommune

„Vorsichtig, aber aktiv“

Horstmar

Zum Abschluss des „münster.land.lerben“-Teilvorhabens „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“, kurz Stu.bE“ genannt, wurde jetzt am Kreisverkehr zwischen Fürstenwiese und Koppelstraße ein Comic-Bild des Künstlerteams „Lackaffen“ aus Münster aufgestellt. Damit soll das Bewusstsein für das Thema in der Stadt geschaffen beziehungsweise weiter geschärft werden.

Von und

Projektkoordinatorin Dr. Bettina Begerow und der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Georg Becks, hoffen, dass das Bild am Kreisverkehr das Bewusstsein für die Sturzproblematik weckt und schärft..

Selbstbestimmt zu leben, ist der Wunsch der meisten älteren Menschen. Ein Sturz kann diesen Wunsch gefährden, besonders, wenn Betroffene aus eigener Kraft nicht wieder aufstehen können, allein leben und Hilfe so schnell nicht in Sicht ist. Deshalb hat sich ein Team des Fachbereichs Gesundheit der FH Münster mit dem Kreissportbund Steinfurt und den drei Modellkommunen Hörstel, Metelen und Horstmar im Projekt „Sturzmanagement mit bürgerschaftlichem Engagement“ (kurz: Stu.bE) zusammengetan, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Bedarfe und Wünsche zu erfahren: Treffen sie Vorkehrungen zur Sturzabsicherung? Wer soll helfen und auf welche Weise?

Zum Abschluss des „münster.land.leben“-Teilvorhabens steht nun ein Schild in Horstmar, das mit einem Comic-Bild weiterhin Bewusstsein für das Thema in der Gemeinde schaffen soll.

„Wir haben uns in Informationsveranstaltungen, Gruppen- und Einzelgesprächen über den häuslichen Sturz in der älteren Bevölkerung ausgetauscht“, sagt Projektkoordinatorin Dr. Bettina Begerow. „Dabei haben wir festgestellt, dass viele Personen offen waren, darüber zu sprechen, einige waren etwas vorbehaltlich.“

Das Bild, das das Künstlerteam der „Lackaffen“ aus Münster geschaffen hat, zeigt nun eine ältere Frau mit Bewegungseinschränkungen, die dennoch bunt, munter und tanzend dargestellt ist. „Sicher in Schwung bleiben“ und „Sturzunfälle vermeiden!“ steht dazu geschrieben, ein abgebildeter QR-Code führt auf die Homepage der Wohnberatung des Kreises Steinfurt. „Das Bild soll das Gespräch über das Thema lebendig halten ohne Ängste zu schüren“, so Begerow.

Zur Einweihung des Bildes traf sich die Wissenschaftlerin mit Horstmars stellvertretendem Bürgermeister, Georg Becks, am Kreisverkehr zwischen Fürstenwiese und Koppelstraße. „Wir möchten die Menschen dazu ermutigen, auf die Nachbarschaft zu setzen und untereinander Absprachen zu treffen, für den Fall, dass jemand Alleinstehendes im Haushalt stürzt“, so Becks. „In einer funktionierenden Nachbarschaft gehört es dazu, dass man nach den älteren Menschen sieht, aufmerksam ist und als Ansprechpartner zur Verfügung steht.“

Das Bild sei ermutigend, sind sich Begerow und Becks einig – und mit seinem Standort am Kreisverkehr sei es zentral in Horstmar aufgestellt und gut wahrnehmbar. „Das Bild spiegelt auch die Haltung vieler Befragter wider, mit denen wir uns unterhalten haben: vorsichtig, aber aktiv – sicher, aber in Schwung bleiben!“, so Begerow.

„münster.land.leben“ ist ein Gesamtprojekt der FH Münster und mehr als 75 Partnern aus Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft. Es wird von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert. Ziele sind die Stärkung von Gesundheitsversorgung, Teilhabe und Wohlbefinden im ländlichen Raum. Ein wichtiger Aspekt ist die Gesundheitsprävention durch verbesserte Informationen. Einzelheiten zum Projekt und den Teilvorhaben finden Interessierte unter fh-muenster.de/muensterlandleben.

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