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Impfaktion der Offensive in der Gempt-Halle

348 Mal die Spritze gesetzt

Lengerich

Es ist ein großer organisatorischer Aufwand, und er hat sich gelohnt. Viele Impfwillige kamen am Sonntag in die Gempt-Halle. Die Offensive hatte zur Impfaktion eingeladen.

Von Ruth Jacobus

Foto: Detlef Dowidat

Das Regenwetter schreckte die Lengericher und Auswärtigen, die am gestrigen Sonntag die Impfaktion zur Immunisierung vor Covid 19 besuchten, nicht ab. Zumal sich die lange Schlange vor der Gempt-Halle recht zügig abbaute. Das gut organisierte Team der Aktiven aus der Lengericher Offensive sowie der Ärzte machte es möglich, dass keiner lange auf die Vakzination warten musste.

„Schon vor acht Uhr heute morgen waren die ersten Impfwilligen hier“, berichtete Detlef Dowidat. Zwischendurch verlängerte sich die Schlange schon mal auf bis zu 150 Personen, schätzte er. „Querbeet“, fügte der zweite Vorsitzender der Offensive hinzu, dass Besucher jeden Alters herkamen. Die meisten von ihnen wünschten die Booster-Impfung.

Warum organisierte die Vereinigung die Möglichkeit zur Impfung? „Wir haben gesehen, was Ledde und Leeden kann“, meinte Dowidat. „Und das können wir auch.“ Und dann habe man „mächtig Druck“ gemacht, dass der Impfstoff auch rechtzeitig lieferbar war. „Das lief über das Kreisgesundheitsamt“, so der Mit-Organisator. Verimpft wurden die Vakzine Biontec und Moderna.

Aktion kommt gut an

Die Doktoren Oliver Lange und Annette Freie aus der gleichnamigen Gemeinschaftspraxis sowie Dr. Dieter Rogge opferten ebenso wie einige ihrer Mitarbeiterinnen etliche Stunden für die Aktion.

Dr. Oliver Lange übernahm das Vorgespräch. Sein Eindruck nach der ersten Stunde: „Die Aktion wird sehr gut angenommen.“ Zudem seien die Besucher wohl sehr gut informiert, da nur wenige Leute Fragen zum Impfstoff oder zur Prozedur hatten.

Einer der Impfwilligen war Martin Schwarz. Der Lengericher kam zur Booster-Impfung. „Die Gelegenheit finde ich toll“, sagte er. Welchen Impfstoff er verabreicht bekam, war ihm im Prinzip egal. Er sei schon so oft gegen Krankheiten geimpft worden, erklärte er. Die Wirkung der Stoffe stelle er da gar nicht in Frage. Das DRK übernahm die Beobachtungsphase der Besucher zum Anschluss ihres Durchganges.

Max Mews

Dass solch eine Aktion wiederholt wird, hofft Detlef Dowidat. Auch wenn die Kosten durch die Mietung der Halle sowie der DRK-Unterstützung nicht zu unterschätzen sind: „Wir rechnen mit insgesamt etwa 600 Euro Kosten“, schätzte Max Mews, Schatzmeister der Offensive Lengerich. Man hoffe auf einige Euro in der aufgestellten Spendenbox. Auch der Aufwand benötigt Engagement. „Ich habe anfangs gedacht, das wäre schnell organisiert“, sagte Mews. 20 Helfer habe man für den Einsatz in zwei Schichten benötigt, die auch schnell zusagten. „Und auch die Ärzte waren sofort dabei und haben viel freie Zeit investiert, auch für die Vorbereitungen“, berichtete das Offensive-Mitglied.

Die Organisation könnten vermutlich viele Vereinigungen meistern, so Detlef Dowidat. Er hoffe auf einen Nachfolgeverein. Dass der Bedarf für die Impfung da ist, stellte er am Ende fest: „Der Impfstoff ist weg“, sagte er. Von den 350 Impfdosen habe man 348 verabreicht. 27 Erstimpfungen fanden statt. Nahezu eine Punktlandung also.

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