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Mediengruppe zur Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit eingerichtet

Am Puls der Zeit

Lengerich

In loser Folge werden die Westfälischen Nachrichten in den kommenden Wochen über die Freiwillige Feuerwehr Lengerich berichten. Vorgestellt werden darin unter anderem einzelne Abteilungen, Struktur, Organisation und Aufgaben der Wehr. Los geht es heute mit der Mediengruppe.

Von Joke Brockerund

Die Mediengruppe der Feuerwehr: Philipp Heye, Mathias Spelten, Helmut Porrmann (obere Reihe, v. l.), Felix Budzinski.

Lengerich. „Wir bleiben am Puls der Zeit“, kommentiert Thorsten Budzinski, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Lengerich, die Aktivitäten einer Ende 2021 eingerichteten Mediengruppe, mit der die Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr vor Ort gezielt gestärkt werden soll. „Die Digitalisierung macht auch vor der Feuerwehr nicht halt“, sagt Budzinski. An Facebook, Instagram und Co. führe heutzutage kein Weg vorbei, wenn man junge Menschen – und damit potenziellen Feuerwehr-Nachwuchs – ansprechen wolle. Zeitungsaffin, überlässt er den Bereich Social Media allerdings gerne der jüngeren Generation.

Diese kann auf ein von Helmut Porrmann, mittlerweile Mitglied der Ehrenabteilung, Bernd Tuchen, Zugführer Wehr, und Content-Manager Mathias Spelten aufgebautes Fundament zurückgreifen: auf die über mehr als ein Jahrzehnt gut gepflegte Homepage. Unter feuerwehr-lengerich.de wird über die Historie ebenso berichtet wie über einzelne Abteilungen, Fahrzeuge oder Einsätze. Die Homepage, sagen die Mitglieder der Mediengruppe, sei quasi die „Mutterseite“, das „Grundgerüst“.

Die Zeichen der Zeit erkennend, hatten Porrman und Tuchen die Feuerwehr zwar auch schon bei Facebook angemeldet, überlassen die Pflege der Seite aber jetzt den jüngeren Kollegen. Während Mathias Spelten sich weiterhin schwerpunktmäßig Inhalten und Pflege der Homepage widmet, sitzt der 26-jährige Philipp Heye an der Schnittstelle zwischen Mediengruppe und Wehrführung, die alles, was in Presse und Social Media verbreitet wird, zunächst freigeben muss. Janis Hilgemann, von Beruf Mediengestalter, kennt sich nicht nur mit dem Erstellen von Grafiken aus, sondern auch mit Content-Marketing. Der 23-Jährige weiß, wie Facebook-Nutzer ticken, welche Beiträge viele Klicks generieren und wie man bei Facebook maximale Reichweiten erzielt. Ganz wesentlich sind dabei natürlich die Inhalte, für die Christoph Niggenaber Dennis Kjer, der auch Fotos beisteuert, und Felix Budzinski verantwortlich zeichnen. Mit ihren Beiträgen nimmt die Feuerwehr nach Ansicht von Janis Hilgemann auch einen Bildungsauftrag wahr. Das Bestreben der Mediengruppe ist es darüber hinaus, nach Einsätzen möglichst zeitnah Meldungen zu posten, auch um gegen die Gerüchteküche vorzugehen, die nach solchen Ereignissen gerne brodelt. Redaktionskonferenzen sind coronabedingt zurzeit ebenso wenig möglich wie Übungsabende oder gesellige Treffen der Feuerwehrkameraden. Ideen und geplante Beiträge, etwa über den Sirenenwarntag, den Tag des Ehrenamtes oder den Tag des Notrufs, werden daher in einem Redaktionsplan in Form einer Excel-Tabelle vermerkt, inklusive voraussichtlicher Erscheinungsdaten.

Wenn die Feuerwehr sich so präsentieren wolle, dass sie Jugendliche „abholen“ könne, müsse sie neben den klassischen Medien wie Tageszeitung, Anzeigenblatt und (lokalem) Radio auch Kanäle mit eher flüchtigen Social-Media-Inhalten bedienen, bemerkt Philipp Heyes mit Blick auf bilderlastige Insta-Stories. Wer dann das Bedürfnis habe, sich umfassender zu informieren, könne den Link zur Homepage klicken. Wichtig ist allen Beteiligten, dass die Informationen allen Medien zeitgleich zugehen und dass auf allen Kanälen seriös berichtet wird.

„Die Berichte auf der Website der Feuerwehr fußen auf unseren Daten“, betont Bernd Tuchen, dass hier für Spekulationen oder Beiträge, womöglich noch aus anderen Medien übernommen, kein Platz sei: „Alle Berichte werden aus Sicht der Feuerwehr geschrieben.“

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