1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. An 22 Standorten kann gepflückt werden

  8. >

In Lengerich gibt es 523 städtische Obstbäume

An 22 Standorten kann gepflückt werden

Lengerich

An 22.Stellen im Stadtgebiet können Äpfel, Pflaumen und Co. von jedermann kostenlos geerntet werden. Ein Angebot, von dem offenbar rege Gebrauch gemacht wird.

-mzb-

An der Iburger Straße ist dieser Apfelbaum eine Ausnahme. An den meisten anderen sind dort kaum noch Früchte zu finden. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Viele Obstbäume tragen in diesen Tagen und Wochen reichlich Früchte. Entsprechend ertragreich fällt die Ernte aus. Davon können in Lengerich nicht nur jene profitieren, die einen Garten oder gar eine Wiese haben, auf denen Äpfel, Pflaumen und Co. reifen. Schließlich nennt die Stadt stolze 523 Obstbäume ihr Eigen, die sich auf 22 Standorte verteilen. Und da kann jeder, der möchte, pflücken oder aufsammeln.

Nach den Worten von Anke Brüning ist damit zu rechnen, dass das Angebot in den kommenden Jahren sogar sukzessive weiter wachsen wird. Denn die Stadt hat es sich in Zeiten des Klimawandels und Insektenschutzes auf die Fahnen geschrieben, verstärkt Bäume zu pflanzen. Und da sollen auch Obstbäume dabei sein, kündigt die Fachdienstleiterin Bauen, Planen und Umwelt an.

Mit zu den bekanntesten Adressen für die kostenlose Obsternte in der Stadt gehört die Iburger Straße. Das bestätigt auch Brüning, die darauf verweist, dass dort, ähnlich wie beispielsweise an der Talstraße, viele Radfahrer und auch Fußgänger vorbeikommen, die zugreifen. Da ist es wohl kein Zufall, wenn an der West-Ostverbindung ab Johannemanns Straße kaum mehr etwas an den Bäumen zu finden ist. Anke Brüning sagt, alles in allem sei zu beobachten, dass das Angebot zum Selbstpflücken gut angenommen werde.

Allerdings gibt es offenbar auch einige Geheimtipps: Weniger bekannt, sagt Brüning, seien der Standort Wechter Mark oder die Streuobstwiese am Poolweg. Zu finden sind an den vielen Standorten neben den Klassikern Apfel – er macht etwa die Hälfte des kommunalen Obstbaumbestandes aus –, Kirsche, Pflaume und Birne beispielsweise auch Quitten, Esskastanien und Walnüsse.

Um ihre Pflege kümmern sich, soweit es die sonstigen Aufgaben zulassen, die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes. Allerdings gehe es dabei meist nicht um den idealen Obstbaumschnitt, erklärt die Fachdienstleiterin. Die meisten der über 500 Obstbäume stünden an Straßen, und da habe die Verkehrssicherheit Vorrang. Also stünden Sichtdreiecke und die sogenannten Lichtraumprofile im Fokus, mit denen die uneingeschränkte Durchfahrt von Straßen für Fahrzeuge gewährleistet wird. Arbeit bekommt der Bauhof aber auch durch jene Zeitgenossen, die beim Obstpflücken derart rabiat vorgehen, dass gleich ganze Äste abgerissen werden, um bloß keine Kirsche oder Pflaume zu verpassen. Das komme durchaus des Öfteren vor, heißt es. Und im schlimmsten Fall müsse dann sogar für Ersatzgesorgt werden, weil ein Baum eingegangen ist.

Startseite
ANZEIGE