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Kosten für Feuerwehr-Einsätze

Anpassung nach 15 Jahren

Lengerich

15 Jahre sind die Kostentarife, die bei einem Feuerwehr-Einsatz in Rechnung gestellt werden, nicht angerührt worden. Das ändert sich zum 1. Januar 2021. Zur Kasse gebeten wird nur in Ausnahmefällen, beispielsweise wenn grob fahrlässig gehandelt worden ist.

Michael Baar

Feuerwehr-Einsätze (wie beispielsweise beim Brand in Lengerich im November) werden nicht in Rechnung gestellt. Geld kostet es, wenn beispielsweise grob fahrlässig ein Alarm ausgelöst wird Foto: Jens Keblat

Diese Anpassung war überfällig: Seit dem Jahr 2005 ist der Kostentarif für die Feuerwehr nicht angepasst worden. Zum 1. Januar 2021 wird dieser Schritt jetzt getan. Eine Rechnung gibt‘s aber nur, wenn ein Einsatz vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt worden ist.

Martin Progrifke, Leiter des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung in der Stadtverwaltung, nennt im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten zwei Beispiele. Muss die Wehr eine Ölspur beseitigen, wird dafür der Halter des verursachenden Fahrzeugs zur Rechenschaft gezogen.

Und wer meint, er müsse aus Jux mal die 112 wählen und die Feuerwehr alarmieren, wird schnell feststellen, dass das ein teurer „Spaß“ wird – auch bei unterdrückter Nummer. Ganz abgesehen davon, dass man die Einsatzkräfte davon abhält, an anderer Stelle in einem Ernstfall möglicherweise rechtzeitig zur Stelle sein zu können.

Umgestellt wird zum 1. Januar zudem von einer minuten-genauen Einsatzzeiterfassung auf eine Kostenberechnung je angefangener Viertelstunde. Eine Proberechnung mit den neuen Gebührensätzen ab 2021 auf Basis der alten Kostensätze aus dem Jahr 2005 für die in diesem Jahr gefahrenen Einsätze hat eine Steigerung von rund 73 Prozent bei den gebührenpflichtigen Einsätzen ergeben. In Zahlen: Statt 10 921,22 Euro hätten 18 966,25 Euro in Rechnung gestellt werden müssen, um die Kosten zu decken.

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