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Lengerich darf sich weiterhin „Fairtrade-Town“ nennen

Ansporn durch eine Urkunde

Lengerich

Die Lengericher Fairtrade-Steuerungsgruppe hofft, im September eine „Faire Woche“ unter dem Motto „Zukunft fair gestalten“ organisieren zu können. Jüngst ist das Zertifikat als Fairtrade-Town erneuert worden.

Den Blick für die Situation von Kleinbauern auf der Südhalbkugel und auf dortige Arbeitsbedingungen will die lokale Fairtrade-Steuerungsgruppe schärfen. Foto: Fair Trade

Lengerich bleibt „Fairtrade-Town“. Nachdem Heike Schubert vom städtischen Fachdienst Bauen, Planen und Umwelt und Dr. Alois Thomes, Sprecher der Fairtrade-Steuerungsgruppe, Anfang Mai zunächst von der Zentrale Fairtrade-Deutschland eine kurze Vorabmitteilung dazu bekommen haben, ist inzwischen ein Schreiben mit der Nachricht zusammen mit der Urkunde postalisch bei Bürgermeister Wilhelm Möhrke angekommen.

Der fand bei der Entgegennahme laut Pressemitteilung anerkennende Worte für das Engagement der Gruppe. Komplettiert wird das Team durch Hartmut Grünagel als Vertreter der kommunalen Wirtschaft und Dirk Baumkamp vom Hannah-Arendt-Gymnasium. Schubert, Thomes, Grünagel und Baumkamp sehen die erneute Zertifizierung als weiteren Ansporn, der Auszeichnung mit dem Fairtrade-Siegel gerecht zu werden.

Obwohl die coronabedingten Umstände im zurückliegenden Jahr viele Aktionen erschwert oder ausgebremst haben, schaut die Steuerungsgruppe zuversichtlich auf die weitere Arbeit und hofft, dass die Aktionen bald wieder Fahrt aufnehmen. Alois Thomes betont in diesem Zusammenhang, dass es gerade jetzt für Kleinbauernfamilien auf der Südhalbkugel umso wichtiger sei, auf ihre Situation und den fairen Handel aufmerksam zu machen, da gerade sie doppelt hart von der Pandemie betroffen seien.

Von Seiten der Steuerungsgruppe wurde die Zeit der Corona-Pandemie genutzt, durch Online-Veranstaltungen mit anderen Fairtrade-Organisationen und -Kommunen im Ideenaustausch weitere und ergänzende Projekte anzustoßen. So fand unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ Ende April ein „Erstes Fairnetzungstreffen“ der Steuerungsgruppen aus dem Münsterland statt. Inzwischen setzen sich im Münsterland 31 Kommunen für den Fairen Handel ein, so die Steuerungsgruppe Lengerich. Das Treffen diente nicht zuletzt dazu, sich kennenzulernen. Es wurden erfolgreiche Projekte vorgestellt und Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet.

Für Thomes, der als Vertreter der Lengericher Gruppe an der Veranstaltung teilnahm, gab es für die Arbeit vor Ort gute Anregungen und Impulse. Zum Thema Faire Beschaffung, das von der Gruppe in Lengerich als nächstes wichtiges Projekt angestoßen werden soll, wurden viele praktische Beispiele vorgestellt. „Die praktischen Erfahrungen aus gelungenen Vorhaben in anderen Kommunen können gute Ansatzpunkte auch für Lengerich sein“, resümiert er.

Ein anderes wichtiges Vorhaben, das bereits angestoßen wurde, aber durch den langen Lockdown nicht weiter verfolgt werden konnte, ist der Fairtrade-School-Gedanke. Nach dem Einstieg des Hannah-Arendt-Gymnasiums sieht die Steuerungsgruppe eigenen Angaben zufolge eine weitere wichtige Aufgabe in einer stärkeren Vernetzung der Lengericher Schulen untereinander und der Belebung des Fairtrade-Gedankens in den Schulen.

Hinsichtlich neuer Angebote im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit geht die Lengericher Steuerungsgruppe davon aus, dass es zur „Fairen Woche“ vom 10. bis 24. September unter dem Motto „Zukunft fair gestalten“ möglich sein wird, wieder Veranstaltungen anzubieten. Dabei sollen vor allem Fragen zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen in den Blick genommen werden, heißt es im Bericht.

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