1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Antworten auf viele Fragen

  8. >

Messe „Klasse Klima“ in der Gempt-Halle

Antworten auf viele Fragen

Lengerich

Es gibt immer wieder neue Entwicklungen auf dem Markt. Und deshalb ist es logisch, dass die Messe „Klasse Klima“ jedes Jahr stattfindet. Sie lockte auch jetzt wieder viele Besucher an.

Von Anne Reinkerund

Auf reges Interesse stieß der Stand der Stadt Lengerich. Dort wurde nicht nur ein Lastenfahrrad präsentiert. Foto: Anne Reinker

Welche Möglichkeiten, mit dem Ziel der Energieeffizienz zu renovieren und zu bauen gibt es? Was ist möglich, um das Raumklima in den eigenen vier Wänden zu verbessern? Für welche Maßnahmen gibt es Fördergelder? Das sind nur einige Fragen, worauf man Antworten auf der Messe „Klasse Klima – Bauen, Renovieren, Leben“ am Wochenende finden konnte.

Um das Thema Klima in gleich mehrfacher Hinsicht anzusprechen, hatten sich 24 Institutionen und Betriebe mit ihren Ständen in der Gempt-Halle positioniert. Zum zwölften Mal fand die Schau statt und begann 2009, als der Klimaschutz für Häuslebauer oder -renovierer noch nicht so im Fokus stand. Ausrichter der Messe war die GmbH Gempt-Halle. Deren Hallenmanager Michael Rottmann erklärte, warum die Präsentationen der Aussteller für Besucher so wichtig sind. Diese kämen mit den unterschiedlichsten Vorstellungen, sagte er. „Es gibt beispielsweise viele Senioren, die in der Phase sind, dass sie umbauen möchten.“ Nicht nur aus Gründen der Barrierefreiheit, sondern auch um das Haus energetisch zu sanieren, erläuterte er. Die ständig neuen Entwicklungen und Produkte machten es sinnvoll, die Messe jährlich stattfinden zu lassen.

Einen guten Überblick der Möglichkeiten gab die Vielfalt an Ausstellern. Neben Bauunternehmern, den Stadtwerken, Handwerksbetrieben für den energetischen Austausch von Fenstern und Türen und einem Baumaschinenspezialist gab es auch Informationen von der Verbraucherzentrale.

Gestaltung von Grünflächen

Christine Elias und Heike Schubert (beide Stadt Lengerich) sprachen mit den Besuchern etwa über die naturnahe Gestaltung von Grünflächen. „Das ist immer mehr Thema geworden“, freute sich Heike Schubert. Gefragt werde etwa, welche Saatgutmischungen sich eignen. Praktisch, dass die Gäste direkt ein Tütchen mit der Mössinger Sommermischung mitnehmen durften. „Die ist etwas für das Auge und für die Insekten“, fasste Schubert zusammen.

Ein zweiter Grund, an dem Stand zu verweilen, war das Angebot, sich eine Meinung über E-Lastenräder bilden zu können. Und zwar ganz praktisch, denn es konnte auch Probe gefahren werden. Das Interesse daran sei gewachsen, freute sich Christine Elias. Drei Räder werden ab Ostern von der Stadt zur Ausleihe angeboten. „Wir hoffen, dass die Leute das dann auch annehmen“, sagte die Klimaschutzmanagerin.

Die Biodiversität der Insekten spielt auch bei der Grünbedachung, etwa auf Garagen und Carports, eine Rolle. Vor allem für die Lengericher könnte sich die Entscheidung dafür in bare Münze auszahlen, denn: „50 Prozent der Niederschlagsgebühr werden jedes Jahr dafür erstattet“, erklärte Bürgermeister Wilhelm Möhrke. Auch bei kleineren Flächen lohne sich die Bepflanzung des Daches. Nach welchem System das geht, erklärten Stefan Westerhorstmann (BTL) und Gerrit Freese (Firma Hasse) den Besuchern.

Richard Brockmann

Beim Thema Klima spielte auch ein zweiter Aspekt eine Rolle, denn das gesunde Wohlfühlen sollte nicht vergessen werden. Einige Handwerksbetriebe, vor allem im Bereich der Wandgestaltung, konnten darüber Auskunft geben. „Die Leute fragen zum Beispiel nach den Inhaltsstoffen der Farben“, sage Tom Jonas Thal. Auch über die Behandlung und Vermeidung von Schimmelsporen konnte er Auskunft geben.

Die Gelegenheit sich zu zeigen, nutzten auch die Fair-Trade-Organisation und die Frauengemeinschaft.

Unter den Besuchern waren Richard und Marianne Brockmann, die sich über die Speichermöglichkeiten ihrer PV-Anlage informieren wollten. Zur Zeit rechne sich das nicht, hatten die Tecklenburger erfahren. „Wir hoffen, dass die Speichersysteme günstiger werden“ sagte Marianne Brockmann. Umsonst war der Besuch der Messe aber nicht. „Man bekommt hier was zum Denken“, erklärte ihr Mann Richard. „Zu Hause lassen wir uns dann durch den Kopf gehen, was man machen kann, um etwas für das Klima zu tun.“

Startseite
ANZEIGE