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Vorbereitungen im Freibad laufen auf Hochtouren

Arbeiten für das Sommer-Feeling

Lengerich

Noch haben die Fliesenleger im Freibad das Sagen. Anschließend werden die Becken wieder mit Wasser gefüllt. Wann das Freibad in die Saison startet, vermag Badleiter Meik Runde aktuell aber noch nicht zu sagen. Angepeilt sei ein Termin Mitte/Ende Mai. Runde hofft nach „zwei Corona-Sommern“ auf Normalität und echte Sommergefühle im Bad. Für die Besucher neu: Ihnen steht in der kommenden Saison kostenloses WLAN zur Verfügung.

Von Luca Pals

Die Fliesenleger einer externen Firma arbeiten aktuell mit Hochdruck an den Ausbesserungen, damit die Gäste im Sommer schöne Tage und kühle Erfrischungen genießen können. Foto: Luca Pals (2)/BWG

Meik Runde mag noch keine Prognosen abgeben. Dafür stehen zu viele unbekannte Variablen im Raum. Wann wird eröffnet? Wie viele Gäste laufen in der anstehenden Saison durchs Drehkreuz? Und welche Corona-Regelungen gelten dann? Vieles bleibt im Lengericher Freibad noch ungewiss, dafür tut sich aber besonders hinter den Kulissen schon einiges, wie Runde beim Besuch verrät.

Am Freitag dominierten im 500 Kubikmeter fassenden Schwimmerbecken noch die Fliesenleger einer externen Firma, die hier und da kleine Risse in den Wänden ausbessern und Schäden aus den Wintermonaten beheben mussten: „Zwei oder drei ausgewechselte Fliesen sind immer dabei, aber das ist nichts Wildes“, verrät der mittlerweile erfahrene 41-jährige Runde, der 2000 seine Ausbildung bei der Stadt anfing und seitdem zwischen Hallen- und Freibad hin und her pendelt. Außerdem hat er auch die Aufsicht im Tecklenburger Freibad.

Was er an seinem Job liebt? „Wir können hier noch alles selbst und haben sehr viele unterschiedliche Aufgaben: Die Prüfung des Chlorgehaltes und des Wassers, die Badeaufsicht und einiges mehr.“ Dazu: „Jede Saison hat ihre Eigenheiten, es verändert sich immer viel.“ Bestes Beispiel seien die Investitionen in das Bad, die für so manchen Gast zwar nicht direkt zu sehen wären, aber besonders für die Mitarbeiter einiges erleichtern würden.

So befindet sich im Pump- und Technikraum eine automatische Bedienung unterhalb der alten manuellen Knöpfe, die zu Beginn von Rundes Engagement noch von Hand bedient werden musste. Für die Badegäste veränderte sich optisch zuletzt vor zwei Jahren etwas, als die breite Wellenrutsche, die in das Nicht-Schwimmer-Becken führt durch eine neue gelbe Rutsche ersetzt wurde, zu dieser Saison wird es kostenloses WLAN im Einzugsbereich rund um die Becken geben, die Router wurden zuletzt von der Teutel am Aufsichtstrum angebracht.

Und so soll das Freibad mit seinen drei Becken und den Liegewiesen auch in diesem Jahr echte Sommergefühle bei den Gästen vermitteln: „Ich hoffe einfach wieder auf Normalität, die wir alle doch so dringend notwendig haben“, sagt Runde. Dass es diese in den vergangenen beiden Jahren nur bedingt gegeben hat, habe natürlich an der Pandemie gelegen. 2021 galten die AHA-Regeln, die Anzahl der Badegäste war begrenzt und am Eingang mussten Mitarbeiter persönliche Daten aufnehmen: „Das führte mitunter zu langen Schlangen und vielen Beschwerden, aber wir mussten die Regeln umsetzen. Und das hat dann schon mal zu Verzögerungen geführt.“

Wie die Regeln in diesem Sommer aussehen, weiß Runde noch nicht abschließend: „Vorsichtig formuliert gehe ich aber von keinen Beschränkungen aus, weil die Infiziertenzahlen mit dem Sommer wieder sinken werden, zahlreiche Regeln bereits in vielen Bereichen gefallen sind und ich von Grund auf optimistisch bin.“

Ein offizielles Datum für die Eröffnung der neuen Saison kann Runde noch nicht nennen: „Das machen wir wetterabhängig, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir peilen einen Tag Mitte/Ende Mai an. Der Stichtag, an dem wir geöffnet haben müssen, ist der 1. Juni.“

Vor Ostern wurde das Wasser an vier Tagen aus den Becken gelassen. Nachdem die Fliesenleger fertig sind, brauche es mindestens genau so lange, bis alles wieder gefüllt ist. Mit dem Hochdruckreiniger bewaffnet ging es an die Arbeit, die Wasserwerte wurden an ein Labor geschickt, und eine externe Firma übernahm die Wartung der Chlorgasanlage.

Wichtiges Stichwort: Die Lieferung von diesem geschieht normalerweise dreimal pro Saison und aktuell noch mit ein paar Anlaufschwierigkeiten: „Vieles ist gerade knapp und so mussten wir auch beim Chlorgas noch einmal nachfragen.“ Aufgrund der Auswirkungen des Ukraine-Krieges merkten auch die etwa 20 Fachkräfte, die vor Ort im Einsatz sind, dass die Materialkosten steigen würden.

Dies an die Gäste weiterreichen? Nein, dazu werde es nicht kommen. Die Preise bleiben wie die Öffnungszeiten beim Alten.

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