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VHS-Exkursion führt nach Köln

Auf den Spuren der jüdischen Gemeinde

Lengerich

Am 23. August beginnt das neue Programm der Volkshochschule. Ein Angebot ist eine Exkursion nach Köln zur Spurensuche jüdischen Lebens in der Rhein-Metropole.

Exkursionen sind fester Bestandteil des Programms der Volkshochschule. Foto: VHS Lengerich

Das Herbstsemester der Volkshochschule startet am Montag, 23. August. Die Bildungseinrichtung freut sich nach eigenen Angaben, dass die Buchungen wieder an Fahrt aufnehmen. Die Sommerakademie der VHS habe schon reges Interesse hervorgerufen, auch seien bereits viele Fitness- und Sprachkurse ausgebucht, erläutert Leiterin Angelika Weide. Die Lockerungen ermöglichten es jetzt, auch im Exkursionsbereich Ziele ins Auge zu fassen. Gemeinsam mit dem Volkshochschulkreis Lüdinghausen lädt die VHS ein zur Spurensuche jüdischen Lebens in Köln am 30. September.

Der Tag beginnt mit einer Führung durch die Synagoge, die sich im Stadtteil Neustadt-Süd an der Roonstraße gegenüber dem Rathenauplatz befindet. Sie ist das Zentrum der Synagogen-Gemeinde Köln. Internationale Beachtung fand die Synagoge beim Besuch von Papst Benedikt XVI. während des Weltjugendtages im August 2005. Die Synagogen-Gemeinde Köln ist mit 4071 Mitgliedern (Stand: 2020) eine der größten jüdischen Gemeinden in Deutschland.

Mit dieser Besichtigung der im neuromantischen Stil gehaltenen Synagoge würden wichtige Aspekte des jüdischen Glaubens erläutert und Kultgegenstände erklärt sowie die Geschichte der 1895 erbauten und in der Reichspogromnacht zerstörten Synagoge umrissen. Das geht aus einem Bericht der VHS hervor. Nach der Besichtigung erwartet die Teilnehmenden ein kulinarisches Erlebnis im integrierten Restaurant: Es wird eine koschere Mahlzeit gereicht, dazu gibt es eine Einführung in die Speisevorschriften der jüdischen Küche, ebenso bleibt Zeit für Fragen und Diskussion.

Am Nachmittag folgt eine Bauzaunführung über den Platz vor dem Kölner Rathaus, wo derzeit in und über den archäologischen Denkmälern ein neues Museum entsteht, das MiQua (LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln), dessen Konzept der Museumskurator vorstellt. Das Museum greift Themen rund um jüdisches Leben aus Geschichte und Gegenwart auf. Ein Rundweg im Untergeschoss wird im Museum durch Befunde der Römerzeit wie auch des mittelalterlichen jüdischen und Goldschmiede-Viertels der Stadt führen. Im Museumsneubau stehen Geschichte und Kultur der jüdischen Bevölkerung Kölns, von deren Ausweisung im Jahr 1424 bis in die Gegenwart, im Fokus. So wird laut VHS deutlich, wie eng verknüpft jüdische und nichtjüdische Geschichte waren und sind.

Anschließend haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, entweder in der Columba-Kirche die Original-Urkunde des 321 von Kaiser Konstatin erlassenen Edikts anzusehen oder einfach ein Kölsch in der Altstadt zu genießen.

Die Abfahrt am 30. September erfolgt in Lengerich um 8 Uhr. Die Teilnahme kostet 48 Euro inklusive Führungen und Fahrt. Das Menü ist im Preis nicht inbegriffen. Die Rückfahrt aus Köln erfolgt gegen 18 Uhr. Anmeldungen im VHS-Büro (

 0 54 81/93 88-0, E-Mail info@vhs-lengerich.de).

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