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Rat verabschiedet Stadtentwicklungskonzept

Auf den Weg gebracht

Lengerich

Einiges an Arbeit ist getan, doch die wesentlichen Aufgaben warten noch. Der Stadtrat hat einstimmig ein gesamtstädtisches Leitbild sowie ein inte­griertes Stadtentwicklungskonzept Innenstadt, kurz Isek, auf den Weg gebracht. Es zeigt auf, welche wichtigen Projekte in Lengerich in den kommenden Jahren angegangen werden sollten.

Mareike Stratmann

Große Freude über die Zustimmung zum Isek herrschte nach der Ratssitzung bei Jürgen Kohne, Joachim Sterl, Nina Hangebruch und Ralf Beckmann sowie Anke Brüning und Frank Lammert (von links). Foto: Mareike Stratmann

Es ist geschafft. Der Rat hat das gesamtstädtische Leitbild sowie das inte­grierte Stadtentwicklungskonzept Innenstadt (Isek) am Dienstag einstimmig auf den Weg gebracht. Beides soll fortan als strategischer Rahmen für die zukünftige Stadtentwicklung von Lengerich dienen. In den vergangenen anderthalb Jahren waren dazu Leitlinien, Entwicklungsziele und konkrete Maßnahmen erarbeitet worden. Wie Ralf Beckmann vom Planungsbüro Stadt + Handel erläuterte, der den Prozess wie auch das Büro Post + Welters begleitet hat, geschah dieses unter einer derart hohen Bürgerbeteiligung „wie man sie nur ganz selten erlebt“.

Joachim Sterl (Post + Welters) skizzierte im Rat noch einmal die Grundzüge des gesamtstädtischen Leitbilds mit seinen neun Themenfeldern und nannte 22 konkrete Maßnahmen wie die Aufwertung des Bahnhofs samt Umfeld oder die Nutzung und Erweiterung der Gewerbegebiete Lohesch und Antrup A 1, die sich daraus ableiten. Weitere Projekte, die in Lengerich zukünftig verwirklicht werden sollen, sind das Mehrgenerationenwohnen und die Etablierung von Veranstaltungen in der Gempt-Halle, die vorrangig auf ein junges Publikum abzielen.

Im Isek werden die neun Themenfelder aus dem Leitbild wieder aufgegriffen und eigene 25 Projekte und Maßnahmen formuliert. Darunter die Einrichtung eines Citymanagements als Koordinierungsstelle und zentraler Ansprechpartner für die Umsetzung des Isek. Für dieses Vorhaben wie unter anderem auch für die Durchführung eines freiraumplanerischen Wettbewerbs für die Innenstadt im Bereich der Fußgängerzone oder die Umgestaltung und Attraktivierung von Bodelschwingh­platz und Altstadt, Bahnhofstraße und Wapakonetaplatz winken Fördermittel im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Allerdings, so Beckmann, müsse es nun schnell gehen. Bis zum 30. November müssen die Grundförderanträge bei der Bezirksregierung Münster gestellt werden, will die Stadt bereits im kommenden Jahr finanziell berücksichtigt werden.

Die Kosten für die Realisierung dieser und etlicher weiterer Maßnahmen werden in den kommenden fünf Jahren mit rund vier Millionen Euro veranschlagt. Etwa die Hälfte sei über Fördermittel des Landes gegenzufinanzieren, rechnete Beckmann vor. Allein die Stärkung des städtebaulichen Erscheinungsbildes wird demnach mit Kosten in Höhe von rund 2,9 Millionen taxiert. Darunter fallen auch ein Rahmenplan für den Bereich Marktplatz/Bodelschwingh-Realschule, die Aufwertung des Erscheinungsbilds der Schulstraße und die Umsetzung eines Beleuchtungskonzepts.

Ferner soll ab 2019 mit der Schaffung von begrünten Aufenthaltsflächen mitsamt Spiel- und Bewegungsangeboten für alle Generationen sowie der Beschilderung von touristischen und kulturellen Zielen in der Innenstadt begonnen werden.

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