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Hof- und Fassadenprogramm für die Innenstadt

Aufwerten mit Zuschüssen

Lengerich

Ein Hof- und Fassadenprogramm bringen derzeit Lokalpolitik und Verwaltung auf den Weg. Ziel ist „eine Aufwertung des städtebaulichen Erscheinungsbildes im Allgemeinen sowie eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt als Einzelhandels- und Wohnstandort“.

Paul Meyer zu Brickwedde

Eigentümer von Häusern in der Altstadt können finanzielle Unterstützung bekommen, wenn sie Arbeiten an der Fassade in Angriff nehmen wollen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Finanzielle Unterstützung für Immobilieneigentümer, die ein Gebäude in der Innenstadt haben, verspricht eine neue Fördermaßnahme der Stadt. Mit dem Hof- und Fassadenprogramm soll „eine Aufwertung des städtebaulichen Erscheinungsbildes im Allgemeinen sowie eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt als Einzelhandels- und Wohnstandort erzielt werden“, beschreibt die Verwaltung das Ziel. Es handele sich somit „um eine flankierende Maßnahme zur Umgestaltung der Fußgängerzone“.

Am Dienstagabend gaben dem die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses ihre Zustimmung, nächste Woche folgt am 23. März noch die Abstimmung im Rat über die Richtlinien für die Vergabe der Finanzmittel. Die besagen zum einen, dass das Programm auf die Fußgängerzone begrenzt ist. Das heißt, es umfasst räumlich die Altstadt, den Rathausplatz, Teile der Bahnhofstraße, der Bergstraße, des Kirchplatzes, der Münsterstraße und der Straße Im Hook. Zum anderen werden die finanziellen Rahmenbedingungen fixiert. Die besagen, dass es einen 50-Prozent-Zuschuss für geplante Maßnahmen geben soll; der Höchstbetrag ist allerdings auf 10 000 Euro begrenzt. Wer beispielsweise also 30 000 Euro investiert, hätte dann noch eine Förderquote von nur noch 33 Prozent.

Die Grundlage für das Hof- und Fassadenprogramm bildet der „Gestaltungsleitfaden Innenstadt Lengerich“, der vom Rat Ende Februar beschlossen worden ist. Dessen zentrales Ziel ist es, den historischen Gebäudebestand, den Stadtgrundriss und die Infrastruktureinrichtungen zu erhalten und „zukunftsfähig“ weiterzuentwickeln. In dem Konzeptpapier finden sich neben zahlreichen Empfehlungen etwa zur Außengastronomie oder zu Werbeanlagen auch die „Vorgaben zum Zugang zum Fassadenprogramm“. Darin wird konkret beschrieben, welche Materialien und Farben etwa bei einer Fassade verwendet werden dürfen oder dass eine „straßenseitige Anordnung von Photovoltaik-/Solarthermieanlagen“ unzulässig ist.

Die Stadt plant für das laufende Jahr mit einer Förderung von 200 000 Euro, 2022 könnten dann noch einmal 50 000 Euro fließen. Die Mittel werden von Bund und Land bereitgestellt.

Die Verwaltung verweist darauf, dass es 2009 bereits im Zuge des Städtebauförderprogramm „Vitale Innenstadt“ ein Fassadenprogramm gegeben habe, das seinerzeit „sehr erfolgreich“ verlaufen sei. 23 Förderanträge seien 2010 und 2011 bewilligt worden, rund 100 000 Euro geflossen, die draus resultierenden Investitionen hätten sich auf insgesamt circa 250 000 Euro belaufen.

Stimmt der Stadtrat dem Programm zu und kann es am 1. April wie geplant in Kraft treten, sollen in der Folge alle in Frage kommenden Immobilieneigentümer darüber informiert werden. Die Beratung und Bewerbung liegt dann in den Händen des Citymanagements.

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