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Die Linke zum Afghanistan-Post

Ausschlussverfahren ist eingeleitet

Lengerich

Der Kreisvorstand der Partei Die Linke hat sich „in aller Klarheit“ von den Äußerungen des Parteimitglieds Bijan Tavassoli distanziert.

Von Michael Baar

Sei am richtigen Platz, meint Die Linke zu ihrem Plakat am Centralhof. Foto: Michael Baar

„Wer die Machtübernahme der Taliban als ‚Befreiung‘ feiert, spricht auf keinen Fall für unsere Partei“, stellt Kathrin Vogler in einer Stellungnahme zu den Äußerungen des Linken-Parteimitglieds Bijan Tavassoli fest. Die Bundestagsabgeordnete aus Emsdetten betont, „der Kreisverband Steinfurt distanziert sich in aller Klarheit von dieser unsäglichen Verirrung. Darin wissen wir uns einig mit unserer ganzen Partei“, antwortet sie am Mittwochabend auf eine entsprechende Anfrage der Redaktion.

Nach ihren Informationen ist gegen den Verfasser des Posts – Bijan Tavassoli hatte unter anderem den Taliban zur Ermordung von 37 Bundeswehrsoldaten gratuliert (WN berichteten am Donnerstag) – bereits vor diesen Äußerungen ein Ausschlussverfahren vom zuständigen Hamburger Landesverband eingeleitet worden. Das steht im letzten Absatz der Stellungnahme.

In den vorhergehenden Ausführungen wird nur kurz auf Lengerich eingegangen. Aus Sicht der Partei sei das „Friedensplakat vor der Gedenktafel völlig richtig am Platz“. Die Linke, so schreibt Kathrin Vogler, verstehe sich gerade vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte als Friedenspartei und habe den Bundeswehreinsatz in Afghanistan immer abgelehnt.

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