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Arbeiten an Brückenneubau haben begonnen

Autofahrer suchen Schlupflöcher

Lengerich

Seit Dienstag nach Ostern stehen Sperrbaken und Umleitungsschilder an und im Umfeld der Ringeler Straße nah der Grenze zu Kattenvenne. Sechs Tage später meldet sich ein WN-Leser. Die Baustelle sei immer noch nicht eingerichtet, ortskundige Autofahrer hätten die Sperrbaken an die Seite gerückt und würden die Brücke kurz vor Kattenvenne nutzen, als wenn nichts wäre. Ein Unding? Keineswegs.

Michael Baar

Am Dienstag ist mit dem Abriss der Brücke über den Mühlenbach begonnen worden. Foto: Michael Baar

Seit dem Dienstag nach Ostern stehen die Sperrbaken und Umleitungsschilder an und im Umfeld der Ringeler Straße. Sechs Tage später meldet sich ein Leser in der WN-Redaktion. Die Baustelle sei immer noch nicht eingerichtet, ortskundige Autofahrer hätten die Sperrbaken an die Seite gerückt und würden die Brücke kurz vor Kattenvenne nutzen, als wenn nichts wäre.

Ein Unding? Keineswegs. Sondern das ganz normale Vorgehen einer Baufirma, wenn ein Auftrag umgesetzt wird. In diesem Fall ist der Kreis Steinfurt – die Ringeler Straße ist die K 10 – Geldgeber und Vertragspartner. „Wir sind vertraglich verpflichtet, die Arbeiten am 6. April zu beginnen und am 1. Oktober abgeschlossen zu haben“, erläutert Matthias Guhe auf Nachfrage der WN.

Deshalb sei am Dienstag nach Ostern zunächst provisorisch der Baustellenbereich abgesperrt worden. Bis dann alles seine Ordnung hat, nicht nur bei den Absperrmaßnahmen, sondern auch bei Ausschilderung der Umleitungsstrecke, dauere das etwas. Und erst wenn diese Sicherungsarbeiten vom Kreis abgenommen worden sind, der die Freigabe erteilt, „können wir mit den Arbeiten beginnen“, so der Mitarbeiter der beauftragten Ibbenbürener Firma Börgel. Schilder aufstellen, alles absichern und abnehmen lassen, Baustelle einrichten und loslegen – „in ein bis zwei Tagen ist das nicht zu schaffen“, stellt der Fachmann fest.

Los ging‘s am Dienstag dieser Woche. Mit einem Bagger ist dem alten Brückenbauwerk Stück um Stück zu Leibe gerückt worden. Entstehen wird dort eine neue Brücke, die auf einer Spundwandgründung ruhen wird. Rund 400 000 Euro lässt sich der Kreis nach eigenen Angaben den Neubau – mit entsprechend höherer Belastbarkeit – kosten.

Die parallel verlaufende Radwegbrücke ist vor einigen Jahren neu gebaut worden. „Die wird sogar von Autofahrern benutzt“, hat Matthias Guhe beobachtet, dass immer wieder Schlupflöcher gesucht werden. Sperrschilder und Umleitungshinweise fänden offenbar nicht von allen Verkehrsteilnehmern Beachtung. Dass Autofahrer bis vor die letzten Sperrbaken fahren, diese Beobachtung werde immer wieder gemacht, versichert er.

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