1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Bezirksregierung will „zügig entscheiden“

  8. >

Unbefristeter Kalkabbau bei Dyckerhoff

Bezirksregierung will „zügig entscheiden“

Lengerich

Es war die erste Online-Konsultation der Bezirksregierung, die statt eines Erörterungstermins durchgeführt wurde. eine Entscheidung, ob der Antrag der Firma Dyckerhoff auf Entfristung des Kalkabbaus in einem Teilbereich des Steinbruchs Hohne genehmigt wird, soll „zügig“ fallen.

mzb

Um eine Fläche von 20 Hektar im Steinbruch in Hohne geht es in dem Antrag von Dyckerhoff. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Die Entscheidung, ob der Antrag der Firma Dyckerhoff auf Entfristung des Kalkabbaus in einem Teilbereich des Steinbruchs in Hohne genehmigt wird, rückt näher. Nachdem die Bezirksregierung Münster als zuständige Behörde im Juni ein Online-Konsultationsverfahren durchgeführt hatte, besteht für die Beteiligten nun noch einmal letzte Gelegenheit, Stellung zu nehmen. Danach, so teilt eine Sprecherin auf Anfrage der WN mit, solle „zügig entschieden“ werden.

Zufrieden zeigen sich die Verantwortlichen der Bezirksregierung mit dem Verlauf der Online-Konsultation. Es war der Pandemie geschuldet, dass es, anders als sonst üblich, keinen Erörterungstermin gab, bei dem Antragsteller, Einwender und Experten öffentlich über das Für und Wider sprechen. So kam es zur digitalen Premiere.

Mehrere hundert Mal sei die Seite mit den vielen Dokumenten angeklickt worden, berichtet die Sprecherin weiter. 59 Beiträge habe es gegeben, darunter auch von Personen, die bislang keine Einwendungen zu dem Verfahren gemacht hätten. Zudem habe es noch eine Stellungnahme der Stadt und des Landesbüros der Naturschutzverbände gegeben. Kritik am Online-Konsultationsverfahren sei von keiner Seite geäußert worden. Zugriff auf die Vielzahl an Schreiben hatte jeder Interessierte.

Nun rechnet man bei der Bezirksregierung damit, dass bis Ende des Monats die letzten Stellungnahmen vorliegen. Wie schnell es dann geht, sprich was mit „zügig“ gemeint ist, ließ die Sprecherin offen.

Dyckerhoff möchte künftig eine 20 Hektar große Abgrabungsfläche ohne zeitliche Beschränkung abgraben können. Die bisherige Genehmigung erlaubt eine Abgrabung bis Februar 2027.

Von der Bezirksregierung ist unter anderem zu klären, ob Menschen, Tiere, Pflanzen, der Boden und das Wasser vor schädlichen Umwelteinwirkungen geschützt werden und Vorsorge vor schädlichen Umweltwirkungen getroffen wird. Außerdem wird geprüft, ob auch andere öffentlich-rechtliche Belange gewahrt sind, wie zum Beispiel das Wasserrecht und das Naturschutzrecht.

Startseite