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Norman Sinclair möchte mehr Castell de Alaquas-Rosen am Jakobsweg

Blühende Begleiter beim Pilgern

Lengerich/Ladberg...

Auf dem Jakobsweg kennt sich Dr. Norman Sinclair aus. Knapp 5000 Kilometer hat er auf dem Pilgerpfad zurückgelegt. Jetzt hat der gebürtige Venezolaner einen Wunsch: Die Castell de Alayuas-Rosen, die in Spanien fast zum „Inventar“ des Camino gehört, sollte auch im Münsterland den Jakobsweg begleiten.

Paul Meyer zu Brickwedde

Seinen Pilgerstab, der ihn auf seinen Touren auf dem Jakobsweg immer begleitet hat, hat Dr. Norman Sinclair auch an der Stadtkirche dabei. Er hofft, dass es die Rose Castell de Alaquas bald nicht mehr nur dort gibt, sondern auch in anderen Orten entlang der Strecke zwischen Osnabrück und Münster. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Dr. Norman Sinclair kann von sich mit Fug und Recht behaupten, in Sachen Jakobsweg bestens auf dem Laufenden zu sein. Fast 5000 Kilometer hat er von 2010 bis 2014 auf der wohl bekanntesten Pilgerroute der Welt zurückgelegt. Mal ging es von der Schweiz aus gen Santiago de Compostela, mal startete er in Lissabon oder einem anderen Ausgangspunkt. Und auch wenn er nicht gerade auf dem Camino unterwegs ist, befasst er sich mit dem Thema. Aktuell kommt dabei erneut die Castell de Alaquas ins Spiel.

Vor einiger Zeit hat der gebürtige Venezolaner dafür gesorgt, dass einige dieser Rosen im Beet an der Südseite der Stadtkirche gepflanzt wurden. Sie seien in Spanien eng mit dem Jakobsweg verbunden, erklärte Sinclair seinerzeit. Nun möchte er die Blumen auch an anderen Orten entlang der Strecke zwischen Osnabrück und Münster blühen lassen. Im Blick hat er dabei unter anderem die Stiftskirche in Leeden und auch Ladbergen. Außerdem soll es endlich Informationsmaterial für Pilger geben, damit die wissen, was es mit den schönen roten Blüten an der Strecke auf sich hat.

Allerdings läuft das Vorhaben nicht so schnell und glatt, wie es sich Norman Sinclair vorgestellt hat. Gespräche habe er vor Ort und auch mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), den er darum bittet, noch mehr Muschel-Wegweiser auf der Route zu platzieren, bereits geführt. Doch die Corona-Krise, erzählt er, mache den Transport der Pflanzen aus Spanien nach Deutschland momentan zu einer recht langwierigen Angelegenheit. „Das dauert vier, fünf Wochen.“ Freude könne man an der Rosa Castell de Alaquas lange haben, betont der Fachmann, sie blühe bis in den Herbst hinein. „Und Bienen lieben sie.“

Dass die Rosen auf der iberischen Halbinsel eine besondere Bedeutung haben, macht der Jakobsweg-Fan noch an einem aktuellen Ereignis fest. In Madrid seien vor Kurzem 1500 Stück gepflanzt worden. Als Zeichen der Solidarität in der Corona-Krise und in Gedenken an die vielen Toten, die die Pandemie in Spanien gefordert hat.

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