Mann verprügelt Ehefrau: Gericht ahndet Tat mit Geldstrafe

Blutergüsse am ganzen Körper

Lengerich/Tecklen...

Dass er seine Ehefrau im September vergangenen Jahres verprügelt hat, räumte ein 41-Jähriger Lengericher am Freitag vor dem Amtsgericht ein. Nicht jedoch, dass er sie auch gewürgt und mit Fäusten traktiert hatte, wie von der Anklage vorgebracht. Verurteilt wurde der Mann zu einer Geldstrafe.

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Weil er im Streit seine Frau verprügelt hatte, ist am Freitag ein Mann aus Lengerich vom Amtsgericht Tecklenburg zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden.

Dem 41-Jährigen wurde zur Last gelegt, im September 2020 auf seine Ehefrau eingeschlagen zu haben. Vorausgegangen war – laut Vernehmungsprotokoll der Polizei – ein verbaler Streit, weil die Frau die gemeinsame Wohnung nicht gut genug aufgeräumt habe. Die Auseinandersetzung eskalierte, der Angeklagte, so der Vorwurf, zerrte die Frau an den Haaren ins Schlafzimmer, warf sie auf das Bett und schlug mehrfach mit den Fäusten auf sie ein. Dabei erlitt die Ehefrau Blutergüsse am ganzen Körper und ihr Hörvermögen wurde geschädigt.

Sichtlich aufgewühlt legte der Angeklagte zu Beginn der Verhandlung ein Geständnis ab. Ja, er habe seine Frau geschlagen und an den Armen festgehalten, es täte ihm sehr leid. Allerdings wies er den Vorwurf des Staatsanwalts zurück, mit den Fäusten zugelangt zu haben. „Ich habe nur mit der flachen Hand geschlagen.“ Dass er seine Frau gewürgt habe und sie Angst um ihr Leben hätte haben müssen, dem widersprach er ebenfalls. Auch zu dem Motiv des Streits wollte er – trotz mehrfacher Nachfrage des Richters – keine Angaben machen.

Da die Ehefrau die Aussage verweigerte, bleib zur Urteilsfindung nur das gerichtsmedizinische Gutachten, in dem die Verletzungen detailliert aufgelistet worden waren. Somit konnte der Staatsanwalt den Tatvorwurf der gefährlichen Körperverletzung nicht aufrechterhalten. Er forderte schließlich wegen Körperverletzung eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 40 Euro. Das Gericht blieb mit 3150 Euro Geldstrafe darunter, da der Angeklagte für Ex-Frau und leibliches Kind unterhaltspflichtig ist. Er hat zudem die Kosten des Verfahrens zu tragen.

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