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Pläne von Calcis und Dyckerhoff

Bürgerinitiative Pro Teuto: „Entscheidung ist überfällig“

Lengerich

Von großem Interesse der Passanten an Informationen zu den Plänen der Firmen Calcis und Buzzi/Dyckerhoff bezüglich des Kalksteinabbaus im Teutoburger Wald berichtet die Bürgerinitiative Pro Teuto.

Die Pläne der Firman Calcis und Buzzi/Dyckerhoff bezüglich der Steinbrüche im Teutoburger Wald (Bild Steinbruch Höste) standen im Zen­trum eines Info-Standes der BI Pro Teuto. Foto: mba

Auf reges Interesse ist nach Angaben der Bürgerinitiative (BI) Pro Teuto ein Informationsstand auf dem Marktplatz gestoßen. Dort hat die BI nach eigenen Angaben zu den „vier aktuellen Themen zum Kalkabbau im Teutoburger Wald zwischen Lengerich und Lienen“ Stellung bezogen.

Dabei handelt es sich laut Pressemitteilung um den Änderungsantrag der Firma Calcis in Lienen über weitere 9,9 Hektar Abbaufläche sowie über die drei Vorhaben der Lengericher Firma Buzzi/Dyckerhoff. Neben den beiden laufenden Entfristungsanträgen der Kalkabgrabungsgenehmigungen in Lienen-Höste und Lengerich-Hohne hat die Firma Dyckerhoff kürzlich einen Antrag auf Probebohrungen für einen geplanten Tunnelbau im Naturschutzgebiet gestellt.

Aus Sicht der ehrenamtlichen Naturschutzverbände liegen die gesetzlichen Voraussetzungen für entsprechende Genehmigungen jedoch in keinem der vier Themenbereiche vor. Die gesetzlich vorgesehenen Verfahrensfristen von sechs Monaten für die drei anstehenden Änderungsverfahren wurden bereits mehrfach überschritten, heißt es in der Mitteilung von Pro Teuto. Über die Probebohrungen für einen Tunnelbau sollte nach Auffassung der Bürgerinitiative erst entschieden werden, nachdem über die Entfristungsanträge rechtskräftig entschieden wurde.

„Viele BürgerInnen beobachten das Geschehen mit zunehmender Sorge um den Schutz der Natur vor ihrer Haustür und sind verärgert, dass die Verfahren nun schon so lange dauern, ohne dass eine Entscheidung der Behörden getroffen wurde“, schreibt Pro Teuto zur Rückmeldungen am Info-Stand. Einig seien sich viele Passanten gewesen, dass es ein „weiter so wie bisher“ nicht geben dürfe und dass der Natur- und Klimaschutz endlich Priorität erhalten müsse, damit nachfolgende Generationen noch eine lebenswerte Umwelt vorfinden.

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