1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Corona-Folgen machen schwer zu schaffen

  8. >

Umfrage bei Vereinen zum Thema „Stärkung des Ehrenamts“

Corona-Folgen machen schwer zu schaffen

Lengerich

159 Lengericher Vereine und Verbände haben vor einiger Zeit Post von der Stadt bekommen. Es ging um eine Umfrage zum Thema Ehrenamt – und um die Frage, welche Probleme die Vereine in Corona-Zeiten haben.

-mzb-

Ehrenamtliche, die sich engagieren – in vielen Vereinen auch in Lengerich werden die gebraucht.. Foto: Thorsten Hahn

Was kann die Stadt tun, um das Ehrenamt zu stärken? Das war die zentrale Frage, die die Stadtverwaltung vor einiger Zeit an Vereine und Verbände gerichtet hat, verbunden mit einer Reihe von Detailfragen. 159 Adressaten wurden angeschrieben, 49 signalisierten Interesse an der Umfrage, Vertreter von 38 Vereinen und Verbänden füllten den Fragenkatalog schließlich aus, und 16 Vereine, also genau zehn Prozent, gaben an, dass sie an der Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zur Stärkung des Ehrenamts bereit wären. Dieses Vorhaben soll nun in Angriff genommen werden.

Die Auswertung der Umfrage präsentierte im Sozial- und Sportausschuss nun Andrea Balsmeier, die in der Verwaltung fürs Ehrenamt zuständig ist. Nachdem die SPD im Frühjahr einen Antrag gestellt hatte, in dem, auch mit Verweis auf die Folgen der Pandemie, Maßnahmen zur Stärkung der Vereine und des Ehrenamtes gefordert wurden, war das Prozedere in Gang gesetzt worden.

Die Rückmeldungen kamen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen. Natürlich waren Sport- und Schützenvereine dabei, aber beispielsweise auch aus dem kirchlichen und sozialen Bereich gab es Resonanz.

Wenig überraschend verweist die große Mehrzahl darauf, dass Corona und die Folgen negative Auswirkungen auf das Vereinsleben haben. 19 Vereine sprechen von starken negativen Veränderungen, 14 von leicht negativen Veränderungen.

Recht klare Schwerpunkte gab es auch bei der Nennung von Problemen, mit denen in den Vereinen gekämpft wird. 26 Mal wurde genannt, dass es finanzielle Einbußen gebe, weil Einnahmemöglichkeiten weggefallen seien, je 21 Vereine und Verbände berichteten von „Verlusten bei der Mitgliederbindung“ und „Einschränkungen bei der Jugendarbeit“. Mitgliederschwund. fehlende Betreuer/Ehrenamtliche und fehlende Unterstützung bei der Bewältigung finanzieller und/oder rechtlicher Probleme und offene Fragen wurden ebenfalls wiederholt genannt.

Unterstützung wünschen sich die Verantwortlichen in Vereinen und Verbänden vor allem bei der Öffentlichkeitsarbeit (14 Nennungen) und bei Förderanträgen (elf Nennungen).

Was ergibt sich nun aus alldem? Im Sozialausschuss herrschte einerseits Einigkeit, dass die Kommune Vereine und Verbände so gut es gehe, zu unterstützen habe. Andreas Kuhn, SPD-Fraktionsvorsitzender, verwies zur Begründung beispielhaft auf den großen Wert, den Vereine für das gesellschaftliche Miteinander in der Stadt hätten.

Konkret an einem Handlungskonzept mitzuarbeiten, könne aber nicht Aufgabe der Politik sein, hieß es ebenfalls unisono. Zudem solle möglichst schnell gehandelt werden.

Andrea Balsmeier kündigte an, Vertreter der 16 Vereine und Verbände noch im September oder im Oktober zu einem Gespräch einzuladen, die an einem Maßnahmenkatalog mitarbeiten wollen.

Startseite