1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Das große Ganze

  8. >

Präsentation des Stadtentwicklungskonzept

Das große Ganze

Lengerich

Groß war das Interesse der Lengericher Bürgerschaft, als am Donnerstagabend das gesamtstädtische Leitbild und das integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) präsentiert wurden. Fast 200 Besucher waren in der Gempt-Halle dabei.

Paul Meyer zu Brickwedde

Zufrieden mit dem Erreichten: Die Mitglieder der Lenkungsgruppe und Mitarbeiter der Planungsbüros am Donnerstag in der Gempt-Halle. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Mit einem Appell von Bürgermeister Wilhelm Möhrke an die Bürger, sich weiter für das Thema zu engagieren, endete am Donnerstagabend die öffentliche Präsentation des gesamtstädtischen Leitbilds und des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek). Mit ihnen sollen wesentliche Weichen für die Zukunft der Stadt gestellt werden. Erste Maßnahmen könnten im kommenden Jahr vor der Verwirklichung stehen. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Innenstadt. Bereits in der vergangenen Woche (WN, 10. November) hatte der Stadtrat beiden Konzepten zugestimmt.

Fachleute der beiden beteiligten Planungsbüros Post – Welters und Stadt + Handel aus Dortmund erläuterten den knapp 200 Zuhörern in der Gempt-Halle, was kurz-, mittel- und langfristig geschehen soll. Werden die genannten Punkte Realität, dürfte sich das Bild der Stadt vor allem im Zentrum erheblich verändern.

Beispielsweise geht es um die „Umgestaltung und städtebauliche Attraktivierung“ der gesamten Fußgängerzone vom Wapakonetaplatz bis zum Bodelschwinghplatz (ausgenommen ist der bereits umgestaltete Rathausplatz), eine „Rahmenplanung Marktplatz/Bodelschwingh-Realschule“ und die „Schaffung von begrünten Aufenthaltsflächen und generationenübergreifende Spiel- und Bewegungsangebote“. Bürgermeister Möhrke sprach zudem davon, dass in Lengerich Wohnraum geschaffen werde müsse und das auch im Zentrum. Und er kündigte an, dass im „Kernbereich“ der Stadt auch über das Thema Parken nach gedacht werden müsse. Denkbar ist aus seiner Sicht ein Parkhaus ebenso wie weitere Tiefgaragen.

Ziel ist es seinen Worten zufolge, dass „Lengerich eine wachsende Stadt bleibt“. Er nannte eine Zielmarke von 25 000 Einwohnern „in den nächsten Jahren“ (Stand Oktober 2016 waren es 23 865). Der Bürgermeister betonte weiter, dass Lengerich „große Aufgaben“ vor sich habe, deren Umsetzung aber auch gelingen könne. „Wir sind viel innovativer als viele andere Städte.“

Für 2018 sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

► 1. Ein Citymanagement. Dort soll die Isek-Arbeit koordiniert werden, zudem soll es als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Kosten werden mit 85 000 Euro jährlich veranschlagt.

► 2. Ein freiraumplanerischer Wettbewerb für die Innenstadt. Damit soll die Grundlage für die Umgestaltung der Fußgängerzone geschaffen werden. Die Umgestaltung selbst ist für die Jahre 2019 bis 2022 geplant. Kosten des Wettbewerbs: 150 000 Euro. Für die Umgestaltung wird mit Ausgaben von 2,6 Millionen Euro gerechnet.

► 3. Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligung der Öffentlichkeit, dafür sind 20 000 Euro vorgesehen.

Finanziert werden soll das und ein Großteil der weiteren vorgesehenen Maßnahmen auch durch Fördermittel des Landes. Zusagen für die ersten drei Maßnahmen hoffen die Macher im April/Mai 2018 zu bekommen. Joachim Sterl von Post – Welters sagte zu den Erfolgsaussichten: „Wir sind sehr guter Dinge.“

Zum Thema

Leitbild und Isek sind in Gänze auf der Internetseite der Stadt unter www.lengerich.de zu finden.

Startseite
ANZEIGE