1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Lengerich
  6. >
  7. Das könnte teuer werden

  8. >

Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst: Stadt drohen Mehrausgaben

Das könnte teuer werden

Lengerich

Ob das reicht? Die Stadt rechnet im Haushalt für ihre Beschäftigten mit einem Gehaltsplus von 3,75 Prozent. Die Gewerkschaften sind aber mit einer Forderung von 10,5 Prozent in die bundesweiten Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gegangen. Es scheint somit nicht unwahrscheinlich, dass die Kommune finanziell draufsatteln muss.

-mzb-

Begleitet wurde der Auftakt der Tarifverhandlungen von Demonstrationen für höhere Gehälter. Schilder, auf denen die geforderten 10,5 Prozent zu sehen waren, durften nicht fehlen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Die Stadt kalkuliert für dieses Jahr mit Ausgaben von rund 15,6 Millionen Euro für Personalaufwendungen. Das sind immerhin 1,26 Millionen Euro mehr als 2022. Gleichwohl könnte das Geld nicht reichen, wenn die Gewerkschaften in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst ein für die Beschäftigten gutes Ergebnis herausholen. 10,5 Prozent werden gefordert, mindestens aber 500 Euro monatlich.

Bei der Aufstellung des Haushalts hat die Stadt ein Plus von lediglich 3,75 Prozent bei den Gehältern ihrer Beschäftigten eingeplant plus einmalige Sonderzahlungen von 650 Euro, wirksam ab dem 1. Januar. Die Diskrepanz zwischen dem Veranschlagten und den von den Gewerkschaften auf den Tisch gelegten Zahlen ist also erheblich. Und jeder Prozentpunkt, der den Ansatz der Kommune überschreitet, wird sie erheblich belasten. Kämmerer Thorsten Smolarz beziffert die Mehrkosten auf rund 90 000 Euro pro Prozentpunkt.

Im Haushalt macht die Verwaltung bereits auf das Risiko aufmerksam, dass mehr fürs Personal ausgegeben werden muss, als geplant. Der Kämmerer sagt, dass die möglichen Mehrbelastungen an anderer Stelle im Etat aufgefangen werden sollen. Wo und wie müsse beraten werden, wenn das Tarifergebnis vorliegt.

Die bereits veranschlagten Mehrkosten bei den Aufwendungen für die Bediensteten sind indes nicht allein den erwarteten Tariferhöhungen geschuldet. Die 1,26 Millionen Euro enthalten auch die Ausgaben für weiteres Personal. Dabei geht es um insgesamt zehn Stellen.

Die aktuellen Tarifverhandlungen beinhaltet nicht die Besoldung der Beamten der Kommune.

Startseite