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Skater wollen AWO-Jugendgruppe gründen

Das Ziel heißt „30 000 Euro“

Lengerich

Vorgefühlt hat Lukas Buch schon bei verschiedenen Firmen. Auch positive Signale erhalten. „Aber es scheitert daran, dass wir kein Verein sind“, erzählt der Lengericher. Dabei ist ihm die Skate-Anlage ein Herzensanliegen. Zweieinhalb, drei Jahre, so schätzt er, klemmt er sich schon hinter dieses Projekt.

Michael Baar

Sehen sich auf einem guten Weg zur Errichtung einer Skate-Anlage: Die Skater Niclas Krumme, Lukas Buch (von rechts) und Peter Puschkarski (links). Andreas Puschkarski hat den Kontakt zur Arbeiterwohlfahrt vermittelt. Eine AWO-Jugendgruppe soll am 18. April gegründet werden Foto: Michael Baar

Ein wichtiges Zwischenziel ist aus seiner Sicht der Ratsbeschluss für den Standort der Skate-Anlage: Auf einem Teil des Parkplatzes hinter dem Feuerwehrhaus sollen die Boards (englisch für Bretter) einmal rollen. Nicht nur die. „Das soll eine Anlage auch für Inliner und BMX-Fahrer sein“, unterstreicht Lukas Buch gleich mehrfach im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten.

Am Samstag, 18. April, soll ein weiterer wichtiger Schritt gegangen werden. Dann steht die Gründung einer AWO-Jugendgruppe an. „Als Verein können wir Spendenquittungen ausstellen“, nennt Niclas Krumme einen Grund für diesen Schritt. Einen eigenen Verein zu gründen, wäre ebenfalls möglich gewesen. „Doch das hätte zu viel Zeit gekostet und wir hätten nicht das Know-how dazubekommen“, erläutert Lukas Buch.

Der Kontakt zur Arbeiterwohlfahrt war nach seien Worten schnell geknüpft. Gerda Stiller hat ihn vermittelt. Sie ist nicht nur AWO-Kreisvorsitzende, sondern auch Ratsfrau in Lengerich und deshalb mit dem Thema Skate-Anlage vertraut, erläutert Andreas Puschkarski. Der Jungsozialist begleitet die Skater seit langer Zeit auf ihrem Weg von der Standortsuche bis zur fertigen Anlage.

Was Lukas Buch und Niclas Krumme besonders freut: „Wir erhalten von der AWO gleich noch Informationen, wie man Spenden akquiriert und mit potenziellen Sponsoren spricht.“ Doch zunächst steht die Vereinsgründung an. „Wir gehen Schritt für Schritt voran“, sagen der designierte Vorsitzende und sein Stellvertreter.

Immerhin müssen die Skater ein dickes finanzielles Paket stemmen. 30 000 Euro Minimum als ihr Beitrag stehen im entsprechenden Ratsbeschluss. Wird dieses Ziel nicht erreicht, fließen auch keine 50 000 Euro aus der Stadtkasse. Wie sich ein möglicher Zuschuss aus dem Leader-Förderprogramm auswirken würde, muss abgewartet werden. Noch ist offen, ob dieser Topf für die Skate-Anlage angezapft werden kann.

Trotz der positiven Signale bei den ersten Firmenbesuchen – die Verwirklichung der Skate-Anlage wird nicht auf die Schnelle gelingen. Darüber sind sich die jungen Menschen im Klaren. Immerhin stehen sie nicht allein auf weiter Flur. 25 Mitglieder zähle die „Crew“, berichtet Niclas Krumme von den direkten Unterstützern. Hinzu kommen „andere, die auch fahren“.

Und weil die Anlage auch für Inliner und BMX-Fahrer sein soll, „würden wir bei einem Arbeitseinsatz schnell auf 100 oder mehr Leute kommen“, ist das Duo überzeugt.

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