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Pop-up-Planetarium fasziniert Jung und Alt

Dem Himmel so nah

Lengerich

Viele Veranstaltungen fallen in diesen Tagen und Wochen aus. Für Jung und Alt ist in solch tristen Corona-Tagen jede Abwechslung willkommen. Dank des Engagements des Jugendzentrums gab es jetzt eine solche Möglichkeit in der Gempt-Halle: das Pop-up-Planetarium des Landschaftsverbandes.

Von Anne Reinker

Kinder, Eltern und Großeltern waren gleichermaßen fasziniert von der dreidimensionalen Wahrnehmung im Pop-up-Planetarium. Foto: Anne Reinker

Dem Himmelszelt ganz nah sein konnte man man in diesen Tagen in der Gempt-Halle. Zumindest scheinbar, denn dort ist das Pop-up-Planetarium des LWL zu Gast. Die Filmvorführungen und Erläuterungen darin begeisterten die Besucher für die Astronomie. Dass das Planetarium nach Lengerich kam, war ein „Glücksfall“, wie Thomas Brümmer, Leiter des hiesigen Jugendzentrums, sagte.

Wer bis dato noch nicht besonders an der Sternenkunde interessiert war, wird es aber nach der etwa einstündigen Vorstellung gewesen sein. In Filmbeiträgen und im persönlichen Gespräch mit den LWL-Mitarbeitern bekamen die Besucher einen großen Einblick in das Weltall.

In insgesamt 20 Veranstaltungen – davon elf für örtliche Schulen, neun für die Öffentlichkeit – wurde in das mobile, aufblasbare Planetarium geladen und jeweils altersgerecht die Vielfalt unseres Universums nahe gebracht. Mit einer beeindruckenden Wirkung, denn durch die 360-Grad-Visualisierung und dem dadurch dreidimensionalen Eindruck wurden die Besucher mitgenommen und hatten das Gefühl, selbst mitten im Weltraum zu sein.

„Das ist total genial“, freute sich Thomas Brümmer, der das Gastspiel des Planetariums mitorganisierte. Die Kinder und Jugendlichen seien so begeistert, dass viele die Vorstellung gerne noch einmal sehen wollten. Und sie seien überrascht davon gewesen, dass das Thema so faszinierend ist, führte Brümmer weiter aus.

So erfuhren die Besucher beispielsweise, dass sich die Planeten um die Sonne drehen und lernten auch einige Sternbilder kennen. „Was fällt euch denn beim kleinen Bären auf“, fragte Kelly Cairns (LWL-Mitarbeiterin) die Kinder. Der leuchtend helle Stern war es, der den Kleinen direkt ins Auge fiel. Dass dieser der Polarstern ist, der immer die Richtung Norden zeigt, wussten vielleicht auch die Erwachsenen nicht.

„Das sind tolle Eindrücke“, war Ina Franke anschließend beeindruckt von der Vorstellung. „Sehr kindgerecht gemacht“, meinte die Mutter der kleinen Luisa. Ihr wiederum hatte die Mondlandung am besten gefallen.

Zufrieden mit den Präsentationen in Lengerich waren auch die LWL-Mitarbeiter. „Die Kinder stellen viele Fragen“, berichtete Kelly Cairns. Sehr wissbegierig erschienen ihr die Kinder.

Die Leute auf dem Land hätten große Vorteile bei der Betrachtung des Sternenhimmels, sagte Cairns. „Bei den Lichtverschmutzungen in der Stadt ist das Betrachten der Sterne schwierig“, erklärte die LWL-Mitarbeiterin, dass die stete Beleuchtung die Wahrnehmung beeinträchtige. „Vielleicht motivieren die Vorstellungen, mal wieder in den Himmel zu schauen und den ein oder anderen für Astronomie zu interessieren“, hoffte sie.

Die nächste größere Aktion des Jugendzentrums findet in den Osterferien statt. Dann kommt ein Recycling-Mobil nach Lengerich.

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