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Ehemalige Gutenberg-Hauptschule dient als Unterkunft für Geflüchtete

Die ersten Ukrainer sind eingezogen

Lengerich

Seit Wochen hatte die Stadt Vorbereitungen getroffen für die Aufnahme von ukrainischen Kriegsflüchtlingen in der ehemaligen Gutenberg-Hauptschule. Nun haben dort die ersten Menschen ein Dach über dem Kopf gefunden.

-mzb-

Die Stadt hat das ehemalige Gutenberg-Hauptschulgebäude hergerichtet, so dass hier bis zu 78 Menschen untergebracht werden könnten. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine sind in diesen Tagen in die ehemalige Gutenberg-Hauptschule eingezogen. Das berichtet Dirk Vietmeier, Fachdienstleiter Soziales. Die Stadt hatte den Gebäudekomplex in den vergangenen Wochen für die Unterbringung von bis zu 78 Menschen hergerichtet, inklusive Duschcontainer auf dem Schulhof. Seit der vergangenen Woche leben nun zwölf Personen an der Margarethenstraße.

Ein Teil von ihnen sei erst vor Kurzem aus der Ukraine nach Deutschland gekommen, so Vietmeier weiter. Eine Einzelperson und eine Familie lebten bereits seit ein paar Monaten in Lengerich, hätten aber nun eine neue Unterkunft benötigt. In der kommenden Woche bekomme die Stadt weitere sechs Flüchtlinge aus dem Kriegsland zugewiesen, die ebenfalls in dem alten Schulgebäude ein Dach über dem Kopf finden sollen.

Nach den Prognosen der übergeordneten Behörden und auch nach Vietmeiers eigener Einschätzung ist damit zu rechnen, dass sich die Unterkunft nun sukzessive füllen wird. „Angesichts der Zerstörungen wird es für viele Menschen im Winter zunehmend schwierig in der Ukraine“, sagt der Mann aus der Verwaltung. Er berichtet zudem von einer Frau, die in Lengerich als Flüchtling aufgenommen worden sei, zwischenzeitlich in die Heimat zurückgereist sei, nun aber aufgrund der Situation vor Ort sich doch wieder für die Rückkehr nach Lengerich entschieden habe.

Fachdienstleiter Vietmeier berichtet, dass der erste Eindruck bei den Flüchtlingen „offenbar ganz gut“ gewesen sei. Allerdings würden in die Klassenräumen, die nun als Wohnräume dienen sollen, noch Trennwände eingezogen. Zudem habe die Stadt einen Sicherheitsdienst beauftragt, den Komplex zu überwachen. Das geschehe nicht 24 Stunden sieben Tage die Woche, aber auf jeden Fall stundenweise.

Da auch aus anderen Ländern wie Afghanistan, Syrien oder Irak Flüchtlinge und Asylbewerber nach Lengerich kommen, hat die Stadt zwei weitere größere Häuser für die Unterbringung angemietet – in der ehemaligen Hauptschule sollen nach Möglichkeit nur Ukrainer einquartiert werden. Wie Birte Bünemann vom Fachdienst Zentrale Gebäudewirtschaft mitteilt, stehen in den beiden gemieteten Objekten weitere 60 Plätze zur Verfügung.

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