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Unternehmertag in Lengerich

„Die Marke ist unser guter Name“

Lengerich

„Ihre Marke als Magnet, wie es geht, was es bringt.“ Unter diesem Thema stand der 7. Unternehmertag der Kommunen Ladbergen, Lengerich, Lienen und Tecklenburg in der Gempt-Halle. Fünf Referenten stießen auf ein interessiertes Publikum.

Michael Baar

Mit 200 Anmeldungen zum Unternehmertag in der Gempt-Halle verzeichnen die vier Veranstalter-Kommunen einen neuen Rekordwert. Foto: Michael Baar

Was eine Marke ist, weiß jeder – irgendwie. Professor Dr. Sebastian Zenker sieht zustimmendes Nicken im Publikum, als er das sagt. Doch innerhalb weniger Minuten sind die Blicke in den Stuhlreihen beim Unternehmertag in der Gempt-Halle nachdenklich geworden. „Für den Kunden ist eine Marke ein Qualitätsmerkmal.“ Also mehr als ein Logo, ein Duft, eine Farbe oder ein Slogan.

„Die Marke ist unser guter Name“, betont der Stadtmarketing-Experte der Copenhagen Business School. Und was damit erreicht werden soll, sagt er unverblümt: „Es geht um das Beeinflussen des Denkens in den Köpfen der Kunden in die von uns gewünschte Richtung.“ Und das gehe nicht mit einem Markenkern, sondern nur mit einem Portfolio am Möglichkeiten, die wie in einem Schaufenster abwechselnd präsentiert werden.

Wie man diese Komplexität managt, zeigt er am Beispiel der dänischen Hauptstadt. Wer die wichtigsten Protagonisten sind, überrascht manchen Zuhörer. „Unternehmern glauben Leute viel mehr als dem Stadtmarketing.“ Weil es die stärkste Wirkung zeige, wenn andere Menschen über einen Ort erzählen.

„Nerven Sie Ihre Bürgermeister mit den Themen, die sie ins Schaufenster stellen wollen“, rät er. Im gleichen Atemzug ergänzt er, „packen Sie dann auch mit an“. Dass diese Zusammenarbeit schon gut läuft, hatten die Bürgermeister Udo Decker-König (Ladbergen), Wilhelm Möhrke (Lengerich), Arne Strietelmeier (Lienen) und Stefan Streit (Tecklenburg) in einer kurzen Fragerunde mit Moderator Eckart Schlamann bestätigt.

Rund 200 Anmeldungen bedeuten eine neue Bestmarke. Nach drei Impulsvorträgen setzte Professor Dr. Gunther Olesch den Schlusspunkt. Mit seinem Vortrag dürfte er diejenigen, die nicht das Interview mit ihm gelesen haben (WN, 13. Februar), überrascht haben.

Ein Unternehmen muss Visionen haben, wo es in zehn, 20 Jahren stehen will. Die Mitarbeiter müssen eingebunden werden, beispielsweise durch Befragungen, um deren Vorstellungen zu erfahren. Im Jahr 2030 werden 25 Prozent weniger Mitarbeiter zur Verfügung stehen, stellt Gunther Olesch fest. Aus seiner Sicht „die größte Herausforderung. Wenn wir diese Leute nicht haben, wie wollen wir dann Produkte entwickeln?“.

Mitarbeiter gewinnen und binden hält er für das Rezept für den Mittelstand. „Sie bringen Deutschland voran, nicht die Großkonzerne“, ruft er den Zuhörern in seinem leidenschaftlichen Vortrag zu.

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