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Neue Daten zu künftigen Einwohnerzahlen

Die Stadt wird wesentlich älter

Lengerich

Behält das statistische Landesamt recht, wird die Bevölkerungszahl Lengerichs in den kommenden rund 30 Jahren leicht zurückgehen. Wesentlich bemerkenswerter als diese Veränderung ist der Verschiebung der Altersstruktur.

Wird sich die Prognose von IT-NRW bewahrheiten, geht die Einwohnerzahl in den kommenden Jahren und Jahrzehnten in einen Sinkflug. Foto:

Das statistische Landesamt IT-NRW hat neue Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung veröffentlicht. Auch auf Städte- und Gemeindebasis liegen Daten vor. Für Lengerich besagen die bis zum Jahr 2050 zwar nur einen leichten Rückgang. Es wird jedoch ein massiver Alterungsprozess vorhergesagt.

Für 2021 kommen die Landesstatistiker auf eine Einwohnerzahl von 22 511 (davon abweichend die Stadtverwaltung mit Stand 31. Dezember auf 23 136). In fast 30 Jahren sollen noch 22 228 Menschen in Lengerich leben. Ein Minus von 1,3 Prozent. Wesentlich gravierender fallen die Veränderungen beim Blick auf die unterschiedlichen Altersgruppen aus.

Während die Zahl der Null- bis 25-Jährigen laut den Berechnungen der Statistiker von 5775 auf 5083 um rund zwölf Prozent abnehmen soll, sagen sie für die über 80-Jährigen eine explosionsartige Zunahme um circa 60 Prozent von 1675 (2021) auf 2682 (2050) voraus. Bei weitem nicht so stark, aber doch mit 17,1 Prozent beträchtlich fällt das Plus bei den 65- bis 80-Jährigen aus.

Bei den jüngeren Altersgruppen werden hingegen durchgehend Abnahmen vorhergesagt. Bei den 25- bis 40-Jährigen soll das Minus 13,3 Prozent betragen (von 3967 auf 3438) und bei den 40- bis 65-Jährigen ist es ein Rückgang um 11,7 Prozent (von 8052 auf 7113).

Mit dieser Entwicklung steht Lengerich nicht allein da. Für den gesamten Kreis Steinfurt wird im genannten Zeitraum eine Erhöhung des Durchschnittsalters von 43,8 auf 47,6 Jahre errechnet. Im Tecklenburger Land sticht Hopsten hervor, wo die Landesstatistiker ein Anwachsen der Altersgruppe der über 80-Jährigen um fast 150 Prozent erwarten. „Spitzenreiter“ im Kreis ist Saerbeck mit annähernd 158 Prozent. Einige weitere Kommunen liegen bei über 100 Prozent.

Lienen wiederum sagt IT-NRW mit Blick auf die junge Bevölkerungsgruppe ein vergleichsweise geringes Wegschmelzen voraus. Das Minus fällt bei den Null- bis Dreijährigen mit 15,3 Prozent zwar recht gravierend aus, aber in den weiteren Kategorien bis zu den 25-Jährigen gibt es entweder nur ein kleines Minus oder sogar ein Plus.

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