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Umfrage: Wie finden die Lengericher Lengerich?

Durchschnittsnote für die Stadt

Lengerich

Nicht eklatant schlecht, aber auch nicht wirklich gut – so fällt das Meinungsbild aus, wenn man Lengericher nach ihrer Meinung über die Stadt fragt. Die WN haben die Antworten von 102 Bürgern ausgewertet.

Paul Meyer zu Brickwedde

Zwiegespalten ist offenbar das Verhältnis der Lengericher zum Rathausplatz: Die einen mögen ihnen, die anderen finden ihn anscheinend alles andere als gelungen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Wie positiv oder negativ bewerten die Lengericher ihre Stadt? In den vergangenen Wochen haben Conrad Wallmeier, Jan-Frederick Meyer und Finya Galle diese Frage immer wieder Einwohnern der Stadt gestellt. Antworten bekamen die drei Praktikanten der WN-Lokalredaktion von 102 Frauen, Männern und Kindern. Das Ergebnis: Auf einer Skala von 1 (maximal schlecht) bis 10 (maximal gut) stand am Ende eine 5,4. Ist Lengerich also durchschnittlich?

Diese Schlussfolgerung wäre zu einfach. Zwar haben gerade unter den Frauen viele zwischen fünf und sieben Punkte verteilt, sich also sozusagen im Mittelfeld einsortiert. Aber es gab auch jene, die ihrer Heimatkommune ein sehr schlechtes Zeugnis oder ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt haben.

Tendenziell ist zu sehen, dass die Jüngeren (zehn bis 39 Jahre) eine schlechtere Meinung von Lengerich haben (5,0) als die Mittelalten (40 bis 59: 5,7) und Alten (ab 60 aufwärts: 5,6). Zwischen den Geschlechtern gibt es hingegen nur leichte Unterschiede – die Männer verteilten im Schnitt eine 5,3, die Frauen eine 5,5.

Die Praktikanten fragten zudem nach den „schönsten“ und „hässlichsten Orten“ in der Stadt sowie nach Vorschlägen, was sich verbessern sollte. Nicht alle Befragten gaben dazu spontan Auskunft. Doch auch zu diesen Punkten gibt es aussagekräftige Fingerzeige: So liegt bei den Nennungen des „schönsten Ortes“ der Rathausplatz vorne, beim „hässlichsten Ort“ nimmt er ebenfalls den Spitzenrang ein. Das Erscheinungsbild des zentralen Areals scheint die Lengericher also zu spalten. Ähnlich sieht es auch mit anderen Bereichen der Fußgängerzone aus.

Eindeutig sind hingegen die Voten zu Römer, Generationenpark, Hermannsweg und Skulpturenpark/Hortensienpark – sie finden sich allesamt ausschließlich in der Kategorie „schönster Ort“. Weit vorne bei den Nennungen der weniger schönen Flecken Lengerichs liegen, sicher ebenso wenig überraschend, der Bahnhof und das klr-Gelände, aber auch die Architektur des „Neuen Markt-Karree“ ist offenbar nicht jedermanns Sache.

Wenn die Befragten sich zu möglichen Verbesserungen äußerten, tauchte immer wieder das Thema Ladenleerstand in der Fußgängerzone auf. Der müsse behoben werden – idealerweise durch die Ansiedlung „qualitativ hochwertiger Geschäfte“ oder auch durch eine Verkürzung der Fußgängerzone. Weitere Wünsche, die geäußert wurden, waren beispielsweise mehr Grün und mehr Sitzgelegenheiten im Zentrum – ein Ergebnis, das sich mit Aussagen deckt, die im Zuge der Diskussion um die bevorstehende Neugestaltung immer wieder getätigt wurden.

Aber auch ein Mehr an Gastronomie und an Freizeitmöglichkeiten brachten Lengericher ins Spiel – letzteres gerade für Kinder und Jugendliche. Das wurde von einer Reihe von Bürgern gesagt. Stichwort Jugendliche: Mehrere Befragte jüngeren Alters sagten unabhängig voneinander, sie fühlten sich an der Sparkasse auf dem Rathausplatz nicht wohl. Ihre Begründung: Sie würden dort von Personen etwa gleichen Alters „dumm angequatscht“.

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