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Gesamtschule: Politik fordert mehr Planungssicherheit für Kinder aus Lengerich

Ein Platz soll garantiert sein

Lengerich

Paul Meyer zu Brickwedde

Der Bau der Gesamtschule schreitet unübersehbar voran. Der Komplex wäre auch für eine Fünfzügigkeit geeignet, sagt die Stadt. Foto: Stadt Lengerich

Die SPD hat deshalb vorgeschlagen, eine Resolution zu verabschieden. Im Entwurf werden Landesregierung, Landtag und Bezirksregierung Münster aufgefordert, „alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um jedem Kind aus den Städten Lengerich und Tecklenburg dauerhaft eine Beschulung an der Gesamtschule Lengerich/Tecklenburg zu ermöglichen.“ Der Fraktionsvorsitzende Andreas Kuhn ergänzte zur Erklärung, dass es absehbar sei, dass auch in Zukunft mit Anmeldungen in einer Größenordnung zu rechnen sei, die über den derzeit zur Verfügung stehenden Kapazitäten liegen.

2019 war das Problem durch die Bildung einer sogenannten Mehrklasse gelöst worden. Ein Entgegenkommen der Bezirksregierung, aber keine Lösung, die automatisch auch in Zukunft zu erwarten wäre. Diese Unsicherheit will die SPD beseitigen – und kann dabei wohl auf Rückendeckung der anderen Fraktionen und des Bürgermeisters zählen.

Zwar wurde eine Entscheidung über die Resolution vertagt. Aber sowohl Stadtoberhaupt Wilhelm Möhrke als auch Klaus Reiher (CDU) signalisierten, dass sie grundsätzlich ebenfalls Handlungsbedarf sehen. Im Detail ging es der Union aber darum, dass den Gemeinden Lienen und Ladbergen deutlich gemacht werde müsse, dass sich die Aktivitäten in Lengerich nicht womöglich gegen sie richte – was dann auch Andreas Kuhn ausdrücklich bestätigte.

In der Begründung zur Resolution stellt die SPD fest: „Damit die Stadt ausreichend Planungssicherheit hat und tatsächlich jedes Kind aus Lengerich auch in Lengerich beschult werden kann, ist es notwendig, entweder die gesetzlichen Regelungen zur Vergabe der Plätze so anzupassen, dass alle Kinder aus einer Gemeinde auch innerhalb der Gemeinde beschult werden dürfen, oder dem Zweckverband zu erlauben, die Zügigkeit der Schule dauerhaft zu erweitern.“

Die Sechszügigkeit war im Vorfeld der Gründung der Gesamtschule nicht zuletzt deshalb eingeführt worden, weil aus Saerbeck Stimmen laut wurden, die den Bestand der dortigen Gesamtschule andernfalls in Gefahr sahen.

Eine dauerhafte Fünf- statt einer Vierzügigkeit, so Jörg Hesselmann, wäre in Lengerich möglich. Der Fachdienstleiter Schule, Sport und Kultur erklärte auf Anfrage der WN, dass der Neubau für die Gesamtschule dafür ausreichend Platz bieten würde. Die sogenannten Jahrgangstürme, die in dem Komplex an der Bahnhofstraße entstehen, seien so gestaltet, dass eine entsprechende Erweiterung kein Problem wäre.

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