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Pride Day am Hannah-Arendt-Gymnasium

Ein Zeichen in Regenbogenfarben

Lengerich

Dem Thema Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen und anderen Menschen Menschen hat das Hannah-Arendt-Gymnasium einen sogenannten Pride Day gewidmet. Die Initiative dazu ging von der Schülervertretung aus.

Mit vielen Programmpunkten hat die SV des Hannah-Arendt-Gymnasiums den Pride Day gestaltet. Unterstützung bekamen dabei Viola Placke und ihre Mitstreiter im SV-Team von den Lehrern Nane Künemann und Steffen von dem Berge (Bild links oben, von vorne). Neben Plakaten gab es unter anderem Schnürsenkel in Regenbogenfarben und viele Sticker. Foto: HAG

Einen Pride Day hat die Schülerinnen- und Schülervertretung (SV) des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG) initiiert. Anlass dafür ist die Tatsache, dass es immer noch Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen und anderen Menschen (LGBTQ) gibt, auch an Schulen. „Unsere Siegel ‚Schule ohne Rassismus‘ und ‚Schule mit Courage‘ bedeuten, Flagge zu zeigen gegen jede Art von Diskriminierung“, sagt Steffen von dem Berge.

Der SV-Lehrer hat, gemeinsam mit seiner Kollegin Nane Künemann, die Schüler bei der Planung und Organisation unterstützt. „Anlass war nach Ansicht der SV, dass es unter den Schülern immer noch viel Unwissen über dieses Thema gibt“, erläutert er im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten.

In zahlreichen Projekten wurde die Thematik am Pride Day erörtert. Dazu gehörte ebenso die Erkundung des geschichtlichen Hintergrundes dieser Form von Diskriminierung. Beispielhaft sei der ehemalige Paragraf 175 des Strafgesetzbuches genannt. Der stellte bis zu seiner Streichung am 11. Juni 1994 sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe.

Das Café Track aus Münster, ein Begegnungszentrum für queere Jugendliche, war mit einem Stand im Foyer des HAG vertreten. Referent Fynn Koster beantwortete in den 9er-Klassen Fragen zu Transgender.

Sichtbar gemacht wurde der Projekttag durch zahlreiche Plakate, die von den Schülern im Kunstunterricht, teilweise auch privat, gestaltet worden waren. Ausgerechnet mit den Plakaten gab es einen Zwischenfall. Eines der Bilder war zerrissen worden. „Ein Einzelfall“, wie Schulleiterin Angelika Elsermann im Gespräch mit den WN betont. Der dafür Verantwortliche sei umgehend ermittelt worden. „Dabei haben wir von den Schülerinnen und Schülern große Unterstützung erhalten“, freut sich die Oberstudiendirektorin.

Umgehend seien erzieherische und pädagogische Gespräche angesetzt worden und ein Elternbrief wurde geschrieben. Bemerkenswert aus ihrer Sicht sei die Reaktion der Schülerschaft gewesen. „Die haben sich umgehend hingesetzt und noch weitere Plakate erstellt.“

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